Gespeichert unter: Wahnsinn im Alltag | Schlagworte: Funkuhr, innere Uhr, kaputt, Uhrzeit, Zeitumstellung
Unsere Funkuhr in der Küche hat bei der diesjährigen Umstellung von Sommer- auf Winterzeit den Geist aufgegeben. Trotz Austauschs der Akkus weigert sie sich, die korrekte Zeit anzuzeigen.
Irgendwas macht sie aber doch. Aber nur, wenn keiner guckt. Morgens um fünf zeigt sie zehn Uhr, wenn ich gegen 19 Uhr von der Arbeit komme, zeigt sie zwei Uhr und wenn ich zu Bett gehe, ist es bei ihr sechs.
Aber keiner von uns hat sie jemals beim Gehen erwischt. Und jetzt wüssten wir gern: Macht sie in unserer Abwesenheit so richtig brav ein paar Stunden lang ihren Job? Oder rast sie in wenigen Sekunden von zehn auf zwei und von zwei auf sechs? Wir wissen es nicht. Aber mit der nächsten Büromaterialbestellung kommt auch eine neue Funkuhr, die dann hoffentlich wieder das tut, wofür wir bezahlt haben: zuverlässig die Zeit anzeigen.
Den beiden Jungs da ist es egal, was die Uhr zeigt, sie haben ihren persönlichen Funkwecker eingebaut. Und der sagt morgens um fünf: Frühstückszeit! Werktags, samstags – und am Sonntag auch …
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„Ich habe einen Leichenhund und einen Freund, der sich mehr mit Toten beschäftigt als mit mir, dachte ich. Ich hätte Bestatterin werden sollen.“ (S. 145)
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Ulrike Renk: Echo des Todes – Eifelthriller, Berlin 2009, Aufbau Verlag, ISBN 978-3-7466-2549-2, 259 Seiten, Format: 11,5 x 19 x 2 cm, EUR 8,95.
Manchmal kommt es knüppeldick von allen Seiten. In so einer Phase steckt derzeit Constanze von Aken, Mitte 30, Psychologin und liiert mit dem 8 Jahre älteren Rechtsmediziner Martin Cornelissen.
Privat ist die Situation angespannt, weil Constanze und Martin derzeit keinen gemeinsamen Lebensmittelpunkt haben. Sie sitzt in der gemeinsamen Wohnung in Aachen, er arbeitet in Köln und hat während der Woche ein Zimmer bei einem Freund. An den Wochenenden renovieren sie gemeinsam ein altes Häuschen in der Eifel, was sie nicht nur zeitlich überfordert. Viel Stress und wenig Zeit füreinander, das ist nicht gerade beziehungsförderlich. Und versteht sich Martin nicht ein bisschen zu gut mit seiner Assistentin?
In diese unerfreuliche Situation platzt die Nachricht, dass der Totschläger Robert Theißen aus dem Vollzug entlassen wurde. Constanzes Gerichtsgutachten vor acht Jahren hatte maßgeblich zu seiner Verurteilung beigetragen. Jetzt besteht die Gefahr, dass er sich an ihr rächen will.
Trotz aller Sorge um Constanze ist das Wasser auf Martins Mühlen. Er hat die Gutachtertätigkeit seiner Lebensgefährtin schon immer für zu gefährlich gehalten. Und so langsam fragt sich Constanze, ob er nicht Recht damit hat. Oder verliert sie vor lauter Stress den Verstand? War tatsächlich jemand in ihrem Wochenendhaus, oder gibt es für das Verschwinden von Milch und Nachthemd eine harmlose Erklärung? Wer ruft sie mit unterdrückter Rufnummer auf ihrem Handy an, dessen Nummer nur ein paar handverlesene Leute kennen? Ist es Robert Theißen? Und was ist mit dem Türschloss in ihrer Praxis passiert? Sind das Einbruchsspuren?
Staatsanwalt Werner Bromkes nimmt die Vorfälle so ernst, dass er Constanze die Spurensicherung vorbeischickt. Doch die findet nichts. Und Constanze ist mit ihrer Angst vor dem Stalker wieder die meiste Zeit allein. Ihr Hund Charlie, ein pensionierter Leichenspürhund, ist als Wachhund keine große Hilfe. Hunde wie er werden ja erst aktiv, wenn’s schon zu spät ist.
Auf einmal hat das Paar auch noch einen gemeinsamen Fall: Auf Martins Seziertisch landet ein Unbekannter, der tot im Wald gefunden wurde. Offenbar ein Junkie, ein Obdachloser, jedoch mit erstaunlich gepflegten Fingernägeln und kurz geschorenem Haar. Entdeckt hat ihn die 16-jährige Nadine, eine von Constanzes Patientinnen. Ein Erlebnis, das dem Mädchen schwer zu schaffen macht.
Bei der Leiche gibt es ein paar merkwürdige Auffälligkeiten. Martin glaubt nicht an eine natürliche Todesursache, bekommt aber die notwendigen Untersuchungen nicht genehmigt. Die Staatsanwaltschaft will den Fall rasch abschließen. Constanze vermutet, dass Nadine mehr über Toten weiß als sie sagt, bekommt aber aus dem Mädchen nichts heraus.
Die Psychologin wird immer nervöser. Ob sie in der Praxis ist, in ihrer Wohnung in Aachen oder im Wochenendhaus, der Stalker ist allgegenwärtig. Jetzt schickt er ihr schon Päckchen! Und ihr Lebensgefährte Martin ist mehr und mehr beruflich eingespannt und abwesend. Da ist es ein Glücksfall, dass sich einer der Nachbarn in der Eifel als ihr Studienkollege Wolfgang entpuppt. Constanze kann einen Freund brauchen.
Als ein zweiter Toter gefunden wird, der unter ganz ähnlichen Umständen ums Leben gekommen ist wie der Unbekannte im Wald, glaubt niemand mehr an einen Zufall. Dann verschwinden zwei Menschen, die möglicherweise etwas über die mysteriösen Todesfälle gewusst haben. Wussten sie mehr, als gut für sie war? Kann vielleicht der wohnsitzlose Mannie Licht ins Dunkel bringen? Er hat die beiden Toten gekannt. Doch aus seinen wahnhaft wirren Ausführungen wird niemand schlau.
In einer Gewitternacht in der Eifel überschlagen sich die Ereignisse und Constanze wird schlagartig klar, wie alles zusammenhängt. Die Wahrheit ist so ungeheuerlich, dass man sie ihr vielleicht gar nicht glauben wird. Doch das ist im Moment Constanzes geringstes Problem …
„Charakteristisch für Thriller ist Spannung, die nicht nur in kurzen Passagen, sondern fast während des gesamten Handlungsverlaufs präsent ist,“ schreibt Wikipedia zum Thema „Thriller“. Und das passt! Wie durch die Aktionen des Stalkers das Unheimliche, Bedrohliche, Unberechenbare in Constanzes Alltagsleben Einzug hält, ist so packend erzählt, dass es schon Leserinnen bis in ihre Träume hinein verfolgt hat.
Diese Geschichte ist so nah an der Realität, dass wir uns alle vorstellen können, wie man sich fühlt, wenn ein vollkommen Unbekannter über einen längeren Zeitraum hinweg in unsere Privatsphäre eindringt und demonstrativ unseren persönlichen Schutzraum verletzt. Es ist eine Art psychischer Vergewaltigung. Das Dumme ist, dass man sich kaum dagegen wehren kann, weil man eben nur die Aktionen des Stalkers mitbekommt. Er selbst agiert im Verborgenen, bleibt unsichtbar und ist nicht zu greifen. Es ist, als sei man einem Geist ausgeliefert, der aber jederzeit zu einer höchst realen Bedrohung für Leib und Leben werden kann.
Das allerdings scheint ein Thema zu sein, der hauptsächlich Frauen anspricht. Männer verbinden mit dem Begriff Thriller wohl eher durchgehend rasante Action. Die Herrn der Schöpfung packt dieser Thriller dann, wenn es um die Aufklärung der mysteriösen Mordfälle geht. Denn dabei geht es wirklich filmreif zur Sache!
Erfreulich – und bei Thrillern nicht unbedingt selbstverständlich – ist es, dass es sich bei den Personen des Romans nicht um irgendwelche Super-Actionhelden handelt, sondern um ganz normale Menschen, die Stress im Job haben und Knatsch mit ihren Liebsten. Sie müssen den Kühlschrank füllen, sich mit Handwerkern rumärgern und mit dem Hund rausgehen. Wenn dann Mord und Stalking in dieses vertraute Alltagsszenario einbrechen, wirkt das umso bedrohlicher.
„Schaurig-schön realitätsnah“ nannten die Aachener Nachrichten Ulrike Renks Eifelthriller. Auf Leser aus der Region wird der Roman in besonderem Maße so wirken, weil sie viele Orte des Geschehens aus eigener Anschauung kennen. Aber auch wer die Eifel nur besuchsweise oder vom Hörensagen kennt, wird gut und spannend unterhalten werden. Und wem der Thriller gefällt, der kann sich freuen: Im Herbst 2010 wird der zweite Band um die Psychologin und Gerichtsgutachterin Constanze Van Aken erscheinen.
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Uff! Zum Glück ist nicht jedes Wochenende so stressig wie dieses, sondern nur ungefähr jedes zweite. Haushalt, Wäsche, Einkauf, Kehrwoche inklusive Laub-Beseitigung (wir haben drei riesige Birken, und das Grundstück ist nicht gerade klein) und dann noch drei Familientermine – ich bin kaputt. Da isses ja im Verlag erholsamer! Na ja, fast …
Am Baum sind die Birkenblätter um diese Jahreszeit ungeheuer dekorativ. Wenn sie aber auf dem Weg und auf der Wiese rumliegen, sind sie eher anstrengend.
Interessante Lichtverhältnisse an der Friedhofskapelle.
Yannick (rot) und sein Neffe Indie haben sich auf der Sofalehne niedergelassen
Wenn der Korb auf dem Schrank belegt ist, hängt Indie eben daneben ab. Da er das öfter macht, scheint es bequem zu sein, auch wenn es für uns Menschen überhaupt nicht so ausschaut.
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Charlaine Harris, Toni L.P. Kelner (Hrsg.): Werwölfe zu Weihnachten, OT: Wolfsbane and Mistletoe, 15 Kurzgeschichten, München 2009, dtv Deutscher Taschenbuch Verlag, ISBN: 978-3-423-21175-8, 479 Seiten, Format: 12 x 19 x 2,8 cm, EUR 9,95 (D), EUR 10,30 (A)
Jede Wette: Die beiden Herausgeberinnen hatten eine Menge Spaß mit dieser Kurzgeschichtensammlung. Nachdem ihre vorige Anthologie „Happy Bissday“ – Vampirgeschichten zum Thema Geburtstag – so gut ankam, haben Charlaine Harris und Toni Kelner dieses Erfolgsrezept erneut aufgegriffen. Sie haben sich zwei Begriffe ausgedacht, die auf den ersten Blick unvereinbar sind – Werwölfe und Weihnachten –, dann eine Reihe bekannter Autorinnen und Autoren angeschrieben und sie um eine Kurzgeschichte zu diesem Thema gebeten.
J. K. Rowling hatte etwas Besseres zu tun, aber die meisten anderen Schriftsteller haben noch eine Story in ihrem Terminplan untergebracht. Charlaine Harris und Toni Kelner konnten für diese Anthologie wieder mal aus dem Vollen schöpfen. Herausgekommen ist eine wilde Mischung aus spannenden, witzigen und gruseligen Werwolf-Geschichten, geschrieben von ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet.
„Am besten bei Vollmond lesen – aber die Türen gut verschlossen halten“, empfiehlt der Verlag. Ob Sie das wagen möchten, müssen Sie selbst entscheiden. Hier ein kleiner Einblick in das, was Sie in diesem abwechslungsreichen Band erwartet:
Charlaine Harris: Ein unvergessliches Weihnachtsfest, OT: Gift Wrap, deutsch von Britta Mümmler. Weil Freunde und Verwandte andere Pläne haben, muss Sookie Stackhouse, die gedankenlesende Kellnerin, das Weihnachtsfest dieses Jahr alleine verbringen. Dass es trotzdem weder einsam noch langweilig wird, dafür sorgen ein verletzter Werwolf, den Sookie bei einem Waldspaziergang findet, und ihr Urgroßvater Niall Brigant.
Donna Andrews: Das har des thieres, OT: The Haire of the Beast, deutsch von Barbara Ostrop. Tom möchte ein Werwolf werden. Bei der Übersetzung des Zaubertrank-Rezepts soll ihm seine Schwester helfen. Schließlich versteht sie etwas von alten Sprachen. Ob das Rezept auch mit Haaren vom Nachbarshund funktioniert, wenn gerade kein Werwolfsfell zur Hand ist? Jetzt wäre es hilfreich, wenn man den Trank vorab testen könnte …
Simon R. Green: Lucy, alle Jahre wieder, OT: Lucy at Christmastime, deutsch von Christine Blum. Er ist ein Werwolf, und wie jedes Jahr verbringt er Heiligabend im „Strangefellows“, der ältesten Kneipe der Welt. „Dort, wo Träume wahr werden können, wenn man nicht gut aufpasst“ (S. 46). Er trifft sich mit Lucy, die seine erste große Liebe war. Doch das ist nicht das einzige, was die beiden verbindet …
Dana Cameron: Die Nacht, die alles verwandelte, OT: The Night Things Changed, deutsch von Britta Mümmler. Psychiaterin Claudia ist Vampirin, ihr Bruder Gerry Privatdetektiv und Werwolf. Werwölfe, so erfahren wir, sind auf der Welt, um das Böse auszulöschen, Vampire, um Blut zu reinigen und zu heilen. Beide gehören zu den Guten. Ein Patient, der Claudia in ihrer Praxis angreift, bringt das Weltbild der Geschwister ins Wanken …
Kat Richardson: Ein Werwolf zu Weihnachten, OT: The Werewolf Before Christmas, deutsch von Barbara Ostrop. Durch einen Flugzeugabsturz hat es den Werwolf Matt an den Nordpol verschlagen. Nachdem er dort das Leit-Rentier des Weihnachtsmanns gefressen hat, hat er ein Problem. Kurzerhand macht ihn Santa-Claus nämlich zum Ersatz-Zug- und Flugtier. Und auch sonst ist der alte Herr für manche Überraschung gut …
Alan Gordon: Ungebetene Gäste. OT: Fresh Meat, deutsch von Britta Mümmler. Sam Lehrmann ist Hundetrainer und ein Werwolf. Vor seiner Freundin Mona konnte er letzteres geheim halten, doch nicht vor Mr. Taylor. Der hat etwas gegen Werwölfe und rückt ausgerechnet an Heiligabend mit seinen Söldnern an, um Sam den Garaus zu machen. Doch Sam ist nicht so wehrlos und unvorbereitet wie Taylor meint. Und auch nicht so allein …
Carrie Vaughn: Il es né, OT: Il Est Né, deutsch von Ute Brammertz. Werwolf David hat keine Ahnung, wie er seine Verwandlungen kontrollieren kann. An Weihnachten trifft er zum ersten Mal im Leben auf eine Artgenossin. Doch ehe sie ihm hilft, wäre noch zu klären, ob David nicht ein gesuchter Serienmörder ist. Aufgrund seiner Erinnerungslücken wäre alles möglich. In Wolfsgestalt leisten die beiden Detektivarbeit …
Dana Stabenow: Das perfekte Geschenk, OT: The Perfect Gift, deutsch von Britta Mümmler. „Wenn wir ihre Population nicht dezimieren, wird bald auf alle Jagd gemacht“ (S. 202). Mennaro, seine Männer und seine Nichte Neri rüsten sich zum Kampf. Doch wer jagt hier wen? Dass die Polizei den oder die Wolfsmörder sucht ist klar. Aber wie passen Mennaro und seine Leute ins Bild? – Wer auf die Personennamen achtet, kommt vielleicht den raffinierten Wendungen in dieser erotischen Geschichte auf die Spur …
Keri Arthur: Der Geist der vergangenen Weihnacht, OT: Christmas Past, deutsch von Christine Blum. Hannah hat ein untrügliches Gespür für das Böse und arbeitet im Dezernat für paranormale Angelegenheiten des FBI. Jetzt steht sie frierend im Elfenkostüm auf der Straße, als Lockvogel für den vampirischen Spendensammler-Mörder, und muss ausgerechnet mit ihrem Ex, dem Werwolf Brodie, zusammenarbeiten …
J.A. Konrath: Das Buch Bob, OT: SA, deutsch von Christine Blum. Kommt ein Mann mit einer Stuhlprobe zum Arzt … Was wie ein Stammtischwitz beginnt, steigert sich zu einer furiosen Geschichte, originell, tierisch komisch und unheimlich abgefahren. Knöpfe, Reißverschlüsse, Schmuckstücke und Zähne findet der Arzt in der Stuhlprobe von Robert Weston Smith. Smith, der sicher ist, nichts dergleichen verzehrt zu haben, fragt sich, wie diese Fremdkörper in seinen Körper kommen. Seine Internetrecherchen ergeben, dass er ein Therianthrop sein könnte, ein Wergeschöpf.
Auch dafür gibt es zum Glück Selbsthilfegruppen. Smith tritt einer solchen bei und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nicht nur, dass er Wereichhörnchen, Werschildkröten und sogar Werkorallen (!) begegnet, er erfährt auch wer die schlimmsten Feinde der Therianthropen sind. Wenn er das mal vorher gewusst hätte!
Patricia Briggs: Davids Stern, OT: The Star of David, deutsch von Barbara Ostrop. Der sechzehnjährige Devonte Parish liegt im Krankenhaus und behauptet, von einem Vampir angegriffen worden zu sein. Sozialarbeiterin Stella Christiansen zuckt nicht mit der Wimper und ruft ihren Vater David zu Hilfe. Der ist Ex-Soldat und Werwolf. Seine Theorie: Der Vampir wird keinen Zeugen am Leben lassen wollen und bald bei dem Jungen auftauchen. David und Stella legen sich auf die Lauer …
Nancy Pickard: Besser nicht schmjollen, OT: You’d Better Not Pyout, deutsch von Barbara Ostrop. Die russischen Vampir-Vettern Pascha und Serge machen sich von Miami Beach aus auf den Weg zum Nordpol um zu überprüfen, ob der Weihnachtsmann und seine Elfen tatsächlich Vampire sind wie sie. Wie sie dann allesamt in Südafrika landen, wo die Werwölfin Ingrid dem Wildhundrudel helfen möchte, von dem sie großgezogen wurde, das ist eine Geschichte für sich. – Abgedreht und ein bisschen, äh, mjerkwürdig.
Karen Chance: Schwarze Schafe, OT: Rogue Elements, deutsch von Christine Blum. Fünf Werwölfinnen sind verschwunden. Die Clans bitten den „Silbernen Kreis für Weiße Magie“ um Hilfe, und der Fall landet auf dem Schreibtisch der Kriegsmagierin Accalia de Croisset. Weil ihre Mutter eine Werwölfin war, erhofft ihr Chef sich Insider-Informationen. Doch Accalia ist eine Ausgestoßene, die Clans werden ihr nicht helfen. Dass sie sich mit einem anderen Außenseiter-Wolf zusammentut, bringt überraschende Resultate …
Rob Thurman: Milch und Plätzchen, OT: Milk and Cookies, deutsch von Britta Mümmler. Blöde Weihnachten! Der dreizehnjährige Nikolai trauert der Zeit hinterher, als er sich noch auf den Weihnachtsmann freuen konnte. Außerdem hat ihn Jed, der mieseste Schläger der Schule, auf dem Kieker. Zwar hat Nikolai seinem Vater versprochen, sich keinen Ärger einzuhandeln, aber manchmal darf man die A***löcher dieser Welt einfach nicht gewinnen lassen … – Eine blitzböse Geschichte, in der nichts so ist wie es zunächst scheint.
Toni L.P. Kelner: Denn siehe, er hütet seine Herde, OT: Keeping Watch Over His Flock, deutsch von Britta Mümmler. Statt, wie versprochen, mit seinem Ziehsohn Jake durch die weihnachtlicheVollmondnacht zu streifen, passt Leit-Werwolf Brian auf seine kleine Tochter auf. Teenager Jake ist sauer und zieht verbotenerweise alleine los. Prompt gerät der unerfahrene junge Werwolf in eine Situation, die ihn überfordert …
Die Disney-Cola-Plastik-Weihnachtsstimmung in den Geschichten wirkt auf einen europäischen Leser schon sehr amerikanisch. Andererseits … je kitschiger die heile Welt, desto größer ist der Kontrast zu den unheimlichen Geschöpfen, die sich darin herumtreiben. Und dann passt’s ja wieder.
Auf jeden Fall ist die Kurzgeschichtensammlung sehr abwechslungsreich und vergnüglich und durchaus nicht nur was für minderjährige weibliche Fans des Urban-Fantasy-Genres. Romantik pur darf man in dieser Anthologie nicht erwarten. Bei manchen Geschichten ist es hilfreich, wenn man bei etwas derberem Humor und grob gestrickter Wildwestmoral nicht gleich schockiert in Ohnmacht sinkt. (Gerade diese Beiträge erweisen sich oft als besonders unterhaltsam.)
Kurzbiographien sämtlicher teilnehmender Autorinnen und Autoren runden den Band ab und bescheren dem Leser manch eine überraschende Erkenntnis. Und wer auf den Geschmack gekommen ist und von dem einen oder anderen Schriftsteller noch mehr lesen möchte, erfährt auch etwas über sein übriges Werk. Bei ein paar TeilnehmerInnen dürfte es sich durchaus lohnen, sie im Auge zu behalten.
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Die Funkuhr in der Küche hat die Umstellung auf die Winterzeit verweigert und den Geist aufgegeben. Sie zeigt jetzt permanent 22 Minuten vor 2. Und ich finde immer noch Uhren im Haushalt, die wir erst noch umstellen müssen. Oder mit deren kompliziertem Mechanismus ich mich gar nicht erst plage. Ich hasse das Gefummel.
Und ich hasse dieses Maulwurfsdasein, zu dem ich für die kommenden Monate verurteilt bin. Wenn ich um 4:50 Uhr aufstehe, ist es noch dunkel. Wenn ich um 7:00 Uhr im Büro ankomme, ist es immer noch dunkel. Ab dem späten Vormittag blendet uns das Tageslicht derart, dass wir auf unseren Bildschirmen nichts mehr erkennen können und die Rollos herunterlassen müssen. Es ist dunkel. Und wenn ich gegen 18:00 Uhr aus dem Büro gehe, ist es schon kuhnacht.
Wenn ich dann gegen 19:00 Uhr zu Hause eintreffe, hab ich das Gefühl, es sei bereits Zeit, schlafen zu gehen. Aber nix gibt’s! Jetzt kommt erst noch die Haushaltsschicht.
Nee, Herbst ist was Widerliches. Dunkel, nass und kalt. Bäh. Und im Job ist Hochsaison. Von September bis Januar könnte ich 7 Tage die Woche rund um die Uhr am Computer sitzen und texten und würde selbst dann nicht rechtzeitig mit allen Aufträgen fertig. „Bäh“ ist dafür gar kein Ausdruck!
Ein paar dekorative Seiten hat der Herbst trotz aller Widerlichkeit natürlich auch:
Unsere Birken im Sonnenlicht
Indie auf dem Balkon
Eine Spinnwebe am Gartenzaun
Den Katzen fällt zum Thema Sauwetter meist nur eines ein: eine Runde pennen!
Cooniebert und Indie auf dem Sofa
Yannick (rot) und Cooniebert (grau)auf den Küchenstühlen, direkt neben der Heizung.
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„Nomen est omen“, sagt sich die Marie,
nennt ein Kätzchen Philo, das andre Sophie.
Eins ist ein Kumpel, das andere schlau,
so passen die Namen ja doch recht genau.
Foto: © asrawolf / http://www.pixelio.de
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Claus Beese: Petrus’ starke Truppe – Katastrophales vom Angelwasser, 20 Kurzgeschichten mit Illustrationen von Lothar Liesmann, Goldebek 2009, Mohland Verlag, ISBN 978-3-86675-100-2, 164 Seiten, Softcover, Format: 20,4 x 14,4 x 1,2 cm, EUR 10,00.
„Oha, Alarm! Meine Aalrute hatte sich selbständig gemacht und rutschte ganz langsam den Uferhang hinunter auf das Wasser zu. Im letzten Moment und mit einer artistischen Showeinlage erwischte ich sie, verlor aber nun endgültig den Halt. Im gestreckten Spagat rutschte ich selber den Hang hinab und hielt erst an, als mein nach vorn gestrecktes Bein Grundberührung hatte. Mein Stiefel lief blubbernd voll, und meine Tochter stand vor Vergnügen quietschend auf der anderen Seite des Sieleinlaufs.“ (Seite 108/109)
Skurrile, witzige, sympathische und brummige Petri-Jünger begegnen uns in Claus Beeses humorvollen Kurzgeschichten. Der Untertitel „Katastrophales vom Angelwasser“ kommt nicht von ungefähr, denn wo Angler wie Claus, Bodo, Joachim, Opa Diercks, Hermann und der langsame Erich zugange sind, da ist das Chaos meist nicht weit.
Dabei entspringen die geschilderten Ereignisse nicht etwa der regen Phantasie des Verfassers! Die Helden gibt oder gab es wirklich. Sie haben die Abenteuer in diesem Buch auch tatsächlich erlebt – wenn der Autor sie auch mit dem Hauch eines anglerlateinischen Akzents erzählen mag.
Die Geburtshilfe
Was macht ein passionierter Angler, dem ein aufgeregter werdender Vater im Weg herumhüpft und ihm die Fische verscheucht? Er lenkt ihn ab. Opa Diercks hat da seine ganz eigene Methode …
Omas Meisterstück
Auch Mütter stecken voller Überraschungen. So hat Claus bis dato nicht geahnt, dass seine Mutti eine ausgezeichnete Anglerin ist. Das stellt sich erst bei einem gemeinsamen Urlaub heraus. Zum Glück für ihn können Mütter auch Geheimnisse bewahren …
Ein treuer Freund
In dieser Story wird es ganz schön unheimlich. Mitten in der Nacht fahren Claus, Bodo und Joachim flussabwärts in ein entlegenes Anglerparadies. Doch was den dreien dort begegnet, verdirbt ihnen den Spaß am Angeln gründlich …
Nur ein Osterei
Opa Diercks hat vergessen, dass Ostersonntag ist und ist angeln gegangen. Wie enttäuscht wird seine Frau sein, wenn er ohne Osterei nach Hause kommt! Undenkbar! Also muss eines her, gekocht und gefärbt. An kreativen Einfällen hat es dem alten Herrn zum Glück noch nie gemangelt …
Oma entkommt keiner
Fische fangen können Claus Ehefrau und seine Mutter sehr gut und tun es auch mit Leidenschaft. Nur wenn es ans Schlachten und Ausnehmen der Fische geht, lässt ihre Begeisterung rapide nach …
Elektrowürmer
Bei anhaltender Sommerhitze braucht der Angler schon ein paar Tricks um an die Tauwürmer zu kommen, die er als Köder braucht. Opa Diercks probiert es mit einem elektrischen Gerät der Marke Eigenbau. Doch beim Ersteinsatz kommt es zu einer folgenschweren Panne, die für Diercks bestimmt kein Vergnügen ist. Für den Leser umso mehr …
Stippfischer
Angelblei im Hobykeller basteln – eine gute Idee. Zumindest in der Theorie. Mit Maden statt mit Tauwürmern angeln – eine sehr gute Idee. Wenigstens in diesem Fall. Sich mit einer Gruppe gestandener Angler anzulegen: ein absolut dämlicher Einfall …
Alles kleine Fische
Wer sagt, dass es nicht auf die Größe ankommt? Erich mag ja nicht der Schnellste sein, aber um einen riesigen Hecht zu fangen, gibt er alles …
Dem Nachwuchs eine Chance
Dass es kein guter Einfall ist, ein Kleinkind mit zum Angeln zu nehmen, ist Claus schon klar. Aber dass es so chaotisch werden würde, das hätte er sich nicht träumen lassen …
Podderaale
Wenn man in stockdunkler Nacht aalepoddernd mitten im Schilf sitzt, sollte man sich die Zeit nicht unbedingt mit dem Erzählen gruseliger Geschichten vertreiben. Sonst wird der Angeltrip ratzfatz zum Horrortrip …
Ein wasserscheuer Nasenbär
Wie es kommt, dass Nichtschwimmer Hermann beim Hechtangeln auf einmal rittlings auf einem Ahornstamm sitzt und durch den herbstkalten Teich dümpelt, das ist eine Geschichte für sich …
Der Entenhecht
Womit ködert man einen Hecht, der Enten frisst? Genau! Mit einer Ente. Und wenn man gerade keine zur Hand hat, dann bastelt man sich eine. Claus geht frisch ans Werk mit allem was der Hobbykeller hergibt. Ob das wohl gut geht?
Mord kommt nicht in Frage
Auch wenn Claus’ Tochter mittlerweile dem Kleinkindalter entwachsen ist, ist es immer noch keine gute Idee, sie mit zum Angeln zu nehmen. Erst verschwinden seine Stiefel, dann seine Verpflegung. Doch es kommt noch schlimmer …
Boilies
Mit Boilies fängt man Karpfen. Und da Klaus keine von den „Fischpralinen“ mehr vorrätig hat, bereitet er kurzerhand selber welche zu. Dabei saut er zwar die frisch geputzte Küche ein, doch der Aufwand scheint sich zu lohnen. Zumindest Claus’ Frau fängt jede Menge Fische. Das kann doch nur an Claus’ selbst gemachtem Superspezial-Köder liegen! Oder?
Glücksfälle
Claus und Joachim sind am Angelplatz, doch die Wurmdose haben sie zu Hause vergessen. Was tun? Umkehren oder improvisieren? Improvisieren natürlich! Claus hat auch schon eine Idee …
Bei Thor und Odin und Vom Umtausch ausgeschlossen
Diese beiden Geschichten erzählen von einer weiteren Leidenschaft von Angler Claus: Er träumt von einem eigenen Motorboot um damit auf Dorschfang zu gehen und mit der Familie Wochenendtrips und Urlaubsreisen zu unternehmen. Kaum hat er eine schrottreife Motorjacht gekauft und mit viel Mühe und Aufwand in ein Schmuckstück verwandelt, ist die Familie auch schon aus dem Boot herausgewachsen. Ein größeres Boot müsste her. Doch dieser Wunsch ist nicht budgetkompatibel. Sind die Träume von Urlaub und Dorschfang mit dem eigenen Boot nun ausgeträumt …?
Nur ein Weihnachtsgeschenk
Was schenkt man einem leidenschaftlichen Angler zu Weihnachten? Claus’ Familie lässt sich in einem Angelladen fachmännisch beraten. Dabei kann nicht viel schief gehen, sollte man meinen. Warum der Laden am Schluss renovierungsbedürftig ist, das sollten Sie unbedingt selber lesen …
Die Leuchtpose
Ist man nachts als Raubfischer unterwegs, empfiehlt sich nicht unbedingt die Verwendung von Leuchtposen. Da kann man für den Fischereiaufseher ja gleich eine Leuchtreklame aufhängen: „Huhu, hier sind wir!“ Können sich Claus, Bodo und Joachim trotzdem unbemerkt aus der Affäre ziehen?
Rache ist süß
Was haben sie in den vergangenen Jahren vor dem Fischereiaufseher gezittert, Claus, Joachim und Bodo! Und jetzt stellt sich heraus, dass der angebliche Aufseher nur ein Wichtigtuer von eigenen Gnaden war und selbst recht eifrig als Fischwilderer unterwegs ist. Da ist doch eine kleine Revanche fällig! Wie gut, dass es den kreativen Tüftler Bodo gibt …!
***
Es ist genau so, wie es im Klappentext steht: „An Petrus’ starker Truppe haben garantiert nicht nur Angler Spaß, sondern auch deren leidgeprüfte bessere Hälften und sogar Menschen, die Angeln bisher für entsetzlich langweilig hielten. Das Gegenteil ist der Fall!“
Die Rezensentin, die noch nie in ihrem Leben angeln war, versichert Ihnen: Das Buch ist nicht nur etwas für Experten, es ist tatsächlich auch laientauglich. Was man an Fachwissen haben muss, um den Geschichten folgen zu können, wird kurz und unaufdringlich erläutert oder ergibt sich elegant aus dem Zusammenhang. Und so können sich selbst Mitmenschen, die Fische hauptsächlich aus der Dose kennen, köstlich über Elektrowürmer, Leuchtposen, Boilies & Co. amüsieren.
Ob Sie passionierter Angler, sachkundiger Angehöriger oder absoluter Laie sind: Wenn Sie das Buch irgendwo im öffentlichen Raum lesen, sollten Sie sich darauf gefasst machen, durch plötzliche Lachsalven aufzufallen und eventuell auf Ihre Lektüre angesprochen zu werden. Wenn das geschieht, dann nennen Sie Ihrem interessieren Gegenüber einfach freundlich den Buchtitel und den Namen des Verfassers. „Petrus’ starke Truppe“ kann man guten Gewissens weiterempfehlen.
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In einem Multikatzenhaushalt ist ein Blumenstrauß fehl am Platz. So schnell kann man gar nicht gucken wie die Viecher die Vase umgeschmissen haben, die Blüten rupfen und die Dekoration im Maul durchs Haus tragen. Also bleibt der Geburtstagsstrauß, den ich traditionell von einer Partnerfirma bekomme, im Büro.
Ich habe ihn fotografiert. Im Internet bleibt er damit schön frisch, auch wenn er im realen Leben längst „verwolken“
ist.
Im Hintergrund mein Katzenkalender, ein Geburtstagsgeschenk aus dem Vorjahr. – Hallo, Ute W.! – Die Katze auf dem Bild ist fast so schön wie unser Cooniebert …
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Hi, Sanna,
I know you are checking my blog, though you don’t read German. It might sound crazy, but does make sense: If I’m blogging, I’m still alive, even if I do not find time to get in touch with my friends and relatives.
Thanks a lot for your letter! I’m always happy to hear from you. And the nice black cat birthday card now is decorating the wall of my office.
You’ll hear/read from me soon, I promise!
PS: Those readers who might speak a much better English than I do may or may not laugh. Even if English is neither Sanna’s nor my native language it serves us well as a „common denominator“ – for about 33 years now.
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Auf meinem Weg zur Arbeit bin ich buchstäblich über dieses dekorative Muster auf dem Straßenpflaster gestolpert. Nanu? Das war doch vorher nicht da? Moderne Pflasterkunst? Street-Art?
Dann dämmerte es mir: Nein, kein Kunstprojekt: Straßenarbeiten! Das abstrakte Muster war vorher ein Fahrradweg-Symbol wie dieses hier:
Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten, als man die Knochensteine wieder zurück auf die Straße expediert hat, ist aus dem Symbol ein schickes Mosaik geworden.





















