Wahnsinn im Alltag


Der Sommer war an Pfingsten
Mai 27, 2010, 11:49 am
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Also, Leute, nicht dass wieder jemand sagt, es habe heuer keinen Sommer gegeben! Der hat, so rein wettertechnisch gesehen, am Pfingstwochenende stattgefunden.

Bei meinem Spaziergang hab ich mich gefreut, wieder mal ein paar Klatschmohn-Blüten zu sehen. Ich dachte, die seien längst ausgestorben, genau wie die Kornblumen.

Einen unverbauten Blick in Richtung Schwäbische Alb hat man von der Landschaftstreppe aus.

Und ich hab einen Teil des Pfingstmontag-Nachmittags in der vergnüglichen Gesellschaft von „Dackel Anton“ verbracht. Die Nachbarn dürften mich wieder mal für bekloppt gehalten haben, weil ich auf dem Balkon saß und ab und zu haltlos kicherte. Buchbesprechung folgt.



Günther Bloch, Elli H. Radinger: Wölfisch für Hundehalter
Mai 25, 2010, 12:18 pm
Filed under: Bücher

Günther Bloch, Elli H. Radinger: Wölfisch für Hundehalter. Von Alpha, Dominanz und anderen populären Irrtümern, Stuttgart 2010. Franckh-Kosmos-Verlag, ISBN 978-3-440-12264-8, Hardcover, 191 Seiten, 123 Farbfotos, Format: 16 x 22 x 2 cm, EUR 19,95 (D), EUR 20,60 (A), CHF 34,90 (Schweiz)

Dass der Hund vom Wolf abstammt, weiß jeder. Dass sich viele Theorien, Schlagworte und Modetrends in der Hundeerziehung auf die natürlichen Verhaltensweisen der wölfischen Vorfahren berufen, das wissen Hundehalter, die sich mit der Erziehung ihres Vierbeiners beschäftigen.

Wenn aber vieles, was wir bisher über Wölfe zu wissen glaubten, mittlerweile überholt und veraltet ist, müssten wir dann nicht auch bei der Hundeerziehung umdenken? Dass wir genau das tun sollten, finden zumindest die beiden Wolfsforscher und Hundehalter Günther Bloch und Elli H. Radinger und haben zusammen das Buch WÖLFISCH FÜR HUNDEHALTER geschrieben.

Beide Autoren haben vor rund zwanzig Jahren angefangen, Wölfe in freier Wildbahn zu beobachten. Er im Banff-Nationalpark in Kanada, sie im Yellowstone-Nationalpark in den USA. Und sie haben eine recht genaue Vorstellung davon, was wir vom Familienleben der Wölfe für unseren Umgang mit Hunden lernen können. Natürlich sind Wölfe und Hunde verschieden, aber sie haben auch eine Menge Gemeinsamkeiten, die für die ganze Kaniden-Familie typisch sind.

Die Autoren haben das Buch nach den drei Grundeigenschaften der Wölfe aufgeteilt. Wölfe sind, genau wie Mensch und Hund, sozial, territorial und Jäger. Innerhalb dieser Kapitel werden die neuen Erkenntnisse nach dem folgenden Schema präsentiert:
1. Unter der Überschrift „Behauptet wird …“ findet der Leser Behauptungen und gängige populäre Irrtümer rund um den Wolf, mit denen er als Hundehalter häufig konfrontiert wird.
2. „Fakt ist …“ stellt wissenschaftlich fundierte Untersuchungsergebnisse aus vielen Freilandforschungen vor.
3. „Bedeutung für den Hundehalter“ liefert daraus abgeleitete Tipps für den Umgang mit dem Hund.
4. „Beispiele von frei lebenden Wölfen“ schließlich bringt jeweils ein Fallbeispiel aus den Studien im kanadischen Banff- oder im US-amerikanischen Yellowstone-Nationalpark.

„Alle hier gemachten Aussagen berufen sich auf die Norm und stehen in Einklang mit den Forschungsergebnissen von Wissenschaftlern wie Paul Paquet, Mike Gibeau, Doug Smith, L. David Mech und anderen Freilandökologen. Aber natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen.“ (Seite 8 )

Ein Hundeerziehungsbuch ist WÖLFISCH FÜR HUNDEHALTER nicht. Es soll dem Hundehalter aber helfen, anhand von Wolfsverhalten Rückschlüsse auf das Verhalten seines Tieres zu ziehen – und auf seine persönliche Beziehung zum Hund. „Wir Autoren sind davon überzeugt, dass die Erziehung und das Zusammenleben mit unseren eigenen Hunden deshalb so gut gelingen, weil wir wilde Wölfe beobachten, deren Verhalten kopieren und in den Alltag mit einbauen. Und so sehen wir uns als eine Art ‚Dolmetscher’ für Sie und Ihr Tier.“ (Seite 9)

Welche Erkenntnisse der Hundehalter aus diesem Buch zieht, hängt natürlich stark davon ab, was er vorher schon über das Verhalten von Wolf und Hund sowie die Mensch-Hund-Beziehung wusste – und in wieweit er überhaupt bereit ist, Informationen über frei lebende Wölfe auf domestizierte Hunde zu übertragen.

Es ist auf jeden Fall hochinteressant, mehr über das Leben der wilden Wölfe zu erfahren und Parallelen zum Verhalten der (eigenen) Hunde zu ziehen. Man erfährt zum Beispiel, warum die nordamerikanischen Indianer die Raben „Augen der Wölfe“ nennen und dass die Beziehung Hund-Mensch keineswegs einzigartig ist. Es kommt durchaus auch in der Natur vor, dass sich „zwei unterschiedliche Arten sozialisieren, zu Kooperationspartnern werden und sich auf der emotionalen Ebene austauschen.“ (Seite 13) Dass Wölfe und Raben in einer sozialen Mischgruppe zeitlebens eng zusammenleben können, ist sicher nicht allgemein bekannt. Wie diese Gemeinschaft funktioniert, ist faszinierend zu lesen.

Wir erfahren, warum der Begriff „Alpharüde“ veraltet ist und dass wir uns als Hundehalter gar nicht erst bemühen sollen, diese Rolle einzunehmen und den Hund ständig zu dominieren. Und natürlich erfahren wir auch, was wir stattdessen tun sollen, um für eine funktionierende und harmonische Mensch-Tier-Beziehung zu sorgen, in der beide Parteien zufrieden sind. Auf jeden Fall müssen wir die Führung unseres Hundes ernst nehmen. Interessant ist in dem Zusammenhang, wie Leitwolf und Leitwölfin ihren Familienverband anführen und dass es auch da unterschiedliche Temperamente und Führungsstile gibt. Tyrannen lassen sich die im Grunde freundlichen und sozialen Mitglieder einer Wolfsfamilie nur bis zu einem gewissen Punkt gefallen.

Warum man seinen Hund nicht ständig bespaßen muss … warum man ihm eigene Erfahrungen erlauben soll … was man bei der Haltung mehrerer Hunde zu beachten hat … wie man damit umgeht, wenn der Hund seine Menschen zu manipulieren versucht, das sind weitere Lektionen, die man hier lernen kann.

Fesselnd und emotional berührend ist die Schilderung des wölfischen „sozialen Pflegediensts“. Wölfe sind keinesfalls emotionslose Killermaschinen. Familienmitglieder, denen es augenscheinlich schlecht geht – ob sie nun alt, krank oder verletzt sind – werden rücksichtsvoll behandelt und, wenn nötig, vom Familienverband mit Nahrung versorgt. So wird eindrucksvoll beschrieben, wie eine Familie zweieinhalb Monate lang für den verletzten Jungwolf Yukon sorgt – und für seine Mutter, die ihm in der Zeit nicht von der Seite weicht. Den „großen bösen Wolf“, so scheint es, gibt es nur im Märchen.

Wir entdecken, wie Wolf und Hund lernen und ihre Nachkommen erziehen und was das für den Hundehalter bedeutet. Wir lernen, was unbedingt beim Kontakt zwischen Hunden und Menschenkindern zu beachten ist, erfahren Wichtiges über das Spiel- und Kommunikationsverhalten der Kaniden und über ihre Beziehung zu ihrem Revier. Darüber hinaus lernen wir, wie wir uns in Gefahrensituationen am besten verhalten sollen. Auch da kann der Mensch sich einiges vom Verhalten der Wolfsfamilien abgucken. Jagd, Ernährung und Paarungsverhalten sind ebenfalls Gegenstand dieses Buchs.

Neben handfesten Tipps für den Hundehalter-Alltag bietet dieser reich illustrierte Band viele interessante Beobachtungen aus dem Reich der frei lebenden Wölfe. Von der Bisonjagd über den erstaunlichen Burgfrieden mit Beutetieren, vom Beutestreit mit anderen Tierarten über die Belagerung einer Geburtshöhle durch eine fremde Wolfsgruppe. Von Sympathien und Antipathien innerhalb einzelner Wolfsfamilien bis hin zu Romanzen und Enttäuschungen in der Paarungszeit.

Wer durch die lebendige Berichterstattung der Autoren auf den Geschmack kommt und mehr über Wölfe erfahren oder die Arbeit von Wolfsforschern und Wolfsschützern unterstützen möchte, kann dies gerne tun. Im Anhang des Buchs findet man eine Reihe weiter führender Informationen dazu. Wer jetzt allerdings auf die Idee kommt, selbst einen Wolf oder Wolfsmischling halten zu wollen, sollte dies lieber lassen. Diese Tiere gehören nach Meinung der Experten besser nicht in die Hände von privaten Haltern. Warum das so ist, wird auch im Buch erklärt.

Wenn Leser die eine oder andere Erkenntnis gewinnen und als Anregung für ein positives Miteinander von Mensch und Hund aufgreifen, dann hat dieses Buch seine Mission erfüllt. Sollten auf diesem Weg Leser zu Wolfsfreunden und –Unterstützern werden, wäre dies ebenso erfreulich.

Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
     
http:// edithnebel.wordpress.com



Mit der Kamera im Garten
Mai 24, 2010, 6:24 pm
Filed under: Wahnsinn im Alltag

Den Strauch mit den weißen Blüten schau ich mir schon länger als potenzielles Fotomotiv an. Er steht bei uns im Garten, sieht gut aus, und keiner weiß, wie er heißt. Heut Früh war endlich mal das Wetter gut genug, um mit der Kamera durch den Garten zu krauchen und interessantes Grünzeugs zu fotografieren.

Weiße Blüten am Strauch

Eine Pfingstrose im Garten meiner Tante

Und nette Stiefmütterchen hat sie auch.

Hinter Gittern: Cooniebert (grau) und Indie (braun) haben mir vom Balkon aus beim Fotografieren zugesehen. Also, ein bisschen knastologisch schaut unser Katzenschutznetz, so vom Garten aus betrachtet, schon aus …



Wege
Mai 23, 2010, 9:16 pm
Filed under: Wahnsinn im Alltag

Ich habe eine Vorliebe für das Bildmotiv „Wege“. Vielleicht sind das noch die letzten Ausläufer meiner Zeit bei der Volksbank … damals war gerade die Werbekampagne „Wir machen den Weg frei“ aktuell, die mit ganz ähnlichen Bildmotiven arbeitete. Nur natürrrlich wesentlich professioneller fotografiert. Den entsprechenden Aufkleber hat der Hausmeister damals auf sein Schneeräumgerät geklebt.

Wie auch immer: Ich war am Pfingstsonntag wieder mit der kleinen Kamera unterwegs und habe folgende Ausbeute mitgebracht:

Reifenspuren im Getreide

Die Landschaftstreppe im Scharnhauser Park

Ein Weg zum ehemaligen Landesgartenschau-Gelände

Die Kastanienalle, zur Abwechslung mal bei schönem Wetter

Die Kastanienkerzen verblühen so langsam

Vorne Kastanienblätter, im Hintergrund Kunst: Die „Sitz- und Flitzhasen“ samt Mohrrübe. Nur die quadratisch-praktischen Gebäude stören …



Kater Indie ist prominent
Mai 23, 2010, 7:38 pm
Filed under: Tierisches

Im „Börsenblatt des deutschen Buchhandels“ gab’s eine Aktion, bei der Leute aus der Buchbranche Fotos von ihren Haustieren einreichen konnten. Ich hab das Heft, wie immer, erst recht antiquarisch als Umlauf in die Finger bekommen, aber trotzdem bei der Aktion mitgemacht. Und siehe da: Indie kam noch rein! Und das haben sie zu dem Foto geschrieben:

Katzen scheinen eine natürliche Affinität zu Büchern zu haben, genauso, wie sie sich doch gern den Platz mit der besten Aussicht sichern, und sei’s zum Schlafen. Edith Nebel, im Marketing von Reader’s Digest beschäftigt, schaut Main-Coon-Kater Indie gern beim Nickerchen zu. Indie ruht sich, wie es sich für einen Kater im Verlagswesen gehört, auf, hinter und zwischen den Büchern aus.
Indie, mit vollem Namen „Merryborn’s Indiana Jones“, hat es zu gewisser Prominenz unter Katzenfans gebracht: Auf der Site des „Literarischen Katzenkalenders“ wurde das Foto der schlafenden Mieze im März zum Photo des Monats gewählt.

Das mit dem Literarischen Katzenkalender hatte ich gar nicht erwähnt, das haben die von selber gewusst. Indie ist halt prominent! 😉

Und hier ist die URL: http://www.boersenblatt.net/377845/?skip=22



Cooniebert als Autoren-Köder

Dass ein Foto von unserem Kater Cooniebert in der Zeitschrift DAHEIM in Deutschland erscheint, ist jetzt kein so großes Wunder. Hier sieht man ihn in der Juni/Juli-Ausgabe 2010. Er ist ja gewissermaßen der „Verlagskater“ und hat schon in –zigtausendfacher Ausfertigung Werbematerialien geziert. Auch wenn der zuständige Manager ihn immer, um mich zu foppen „räudiger Kater“ genannt hat.

Die Botschaft, die der hier Kater illustriert, könnte für Autorinnen und Autoren interessant sein. Und für die Fotografinnen und Fotografen von http://www.pixelio.de! Die Zeitschrift sucht nämlich unter anderem Tier-Fotos und selbst erlebte Tier-Geschichten. Es muss sich nicht zwangsläufig um eine Story mit dazugehörigen Bildern handeln, sie nehmen auch Texte ohne Fotos und Fotos ohne Text. Hier ein Auszug aus dem Aufruf zum Mitmachen:

„Wir suchen keine professionellen Fotos oder Texte. Wir suchen Ihre Schnappschüsse und spontan erzählte Geschichten – zu Themen Ihrer Wahl. Wir lesen jede Einsendung und drucken die besten ab. Nicht immer sofort, sondern je nach Themenplan und Saison. Bei der Aufbereitung helfen wir Ihnen gern. Geben Sie uns deshalb unbedingt eine Rufnummer an. Für alle Fälle! Wir sind gespannt auf Ihren Beitrag. (…) Für veröffentlichte Geschichten oder Fotos bedanken wir uns mit einem Präsent aus dem Verlagsprogramm.“

Zu umfangreich sollte der Textbeitrag nicht sein. Ich hab mal was gehört von so etwa 2700 Zeichen. Wenn also jemand etwas Passendes in der Schublade hat: Nicht zögern, einreichen! Es ist auch kein Hindernis, wenn das Material schon mal im Internet veröffentlicht worden ist.

Adresse:
DAHEIM in Deutschland, Redaktion Magazin, Vordernbergstr. 6, 70191 Stuttgart.
E-Mail: redaktion@daheim-in-deutschland.de
Internet: http://www.daheim-in-deutschland.de/

Autor: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
     
http:// edithnebel.wordpress.com



Gedränge im Katzenkorb – Geliebte Katze, Juni-Ausgabe
Mai 20, 2010, 4:32 pm
Filed under: Tierisches

Unser heimisches „Gedränge im Katzenkorb“ hat’s in die Juni-Ausgabe der Zeitschrift „Geliebte Katze“ geschafft. Wobei dieses Foto von Cooniebert und Yannick ja noch harmlos ist, weil Yannick da noch klein und handlich war. Wie’s ausschaut, wenn die beiden sich heute zusammen in den Katzenkorb quetschen, sieht man hier: https://edithnebel.wordpress.com/2010/02/21/zwei-coonies-im-korb/