Wahnsinn im Alltag


Geburtstags-Nachlese

Ich hatte doch gesagt, dass meine Kollegen mir zu meinem Fünfzigsten eine Geburtstagskarte … na ja, eher ein Plakat … gestaltet und getextet haben. Das ist bei uns zu runden Geburtstagen und Firmenjubiläen so üblich. Und auch, den Jubilar dabei ein bissi durch den Kakao zu ziehen.

Ein wenig hab ich mich gefürchtet. Ich bin ja auch nicht zimperlich, erzähle viel und biete sicher eine Menge Angriffsflächen. Aber sie waren wirklich sehr nett und gnädig zu mir …

Das ganze ist eine Parodie auf ein Werbematerial, das ich mal getextet habe und foppt mich ein bisschen wegen meiner vielen privaten Pläne und Aktivitäten.

Aus, äh, organisatorischen Gründen (man hatte meinen 50sten vergessen) fand die feierliche Übergabe des Plakats ein wenig zeitverzögert statt. Jetzt hängt das Plakat an meinem Arbeitsplatz.

Wer sich jetzt fragt, was das für ein netter junger Hund ist, den man auf den Bildern über dem Plakat sieht: Der gehört nicht zu uns. Das ist Joey, ein junger Golden Retriever und sein erwachsener Artgenosse Ryno. Beide gehören meiner Freundin Kerstin D.

Und kurz nach meinem Geburtstag wurde ein Geschenk meiner Freundin Ute W. geliefert, … der gigantische Katzenkalender. Ein Katzenkalender zum Geburtstag ist schon Tradition bei uns. Er hängt immer in meinem Büro. Ich liiiiiebe Kalender, seit eine Klassenkameradin mir in den 70-er Jahren mal einen supertollen Kunstkalender zum Geburtstag geschenkt hat.

Wir haben’s aber einfach nicht früher geregelt gekriegt, die Aufnahmen zu machen. Und ich sag nicht, wie viele Aufnahmen meine Bessere Hälfte machen musste, damit es wenigstens eines gibt, auf dem ich nicht gar so blöd schau.

Werbeanzeigen


Geschenke!

Freunde und Bekannte wissen es: Ich gehöre jetzt offiziell zum Club der alten Säcke und Säckinnen. Ich wurde am Samstag 50.

Hab ich nun endlich eine gültige Ausrede dafür, die klein gedruckten Werbepläne im Job nicht mehr lesen zu können und mich bei neu zu erlernenden Computerprogrammen dämlich anstellen zu dürfen? Möglicherweise, aber es wird mir nicht viel nutzen.

Geschenke gab’s! Ein paar muss ich euch zeigen!

Die Hühner, die grüne Eier legen und gelegentlich Zier- und Nutzgarten der Hausherrin verwüsten, kommen ab und zu in den Kinderbüchern von Edmund Schauer vor: http://www.atq.at.

Dass Hennen über Blumen und Salat gehen und alles kurz und klein scharren, das weiß ich. Aber dass sie grüne Eier legen können, das wusste ich nicht. Immer wieder haben der Autor und ich uns über die spezielle Rasse und ihre Erzeugnisse unterhalten. Jetzt hab ich sie live und in Farbe hier stehen, ein paar Original grüne Hühnereier aus Österreich – von Agent Coopers Hennen. (Der Karton mit der Holzwolle wurde umgehend verräumt. Wenn Kater Indie den in die Finger gekriegt hätte, hätten wir wahrscheinlich umziehen müssen. Holzwolle allüberall!)

Dass die grünen Eier an meinem Geburtstag kamen, war Zufall.

Zufällig gepasst hat’s auch mit dem gläsernen Katzenviech, das jetzt bei uns an der Wohnzimmerlampe hängt. Das hätte ich auch ohne Geburtstag geschenkt bekommen. Es gibt einfach Leute, die sind Spontan-Schenker und haben keine Lust, auf offizielle Termine zu warten.

Man beachte die dekorativen Ringelsocken! 😀

Erst hatte ich die Katze an der Lampe direkt über unserem Wohnzimmertisch hängen, in der irrigen Meinung, Kater Indie käme da nicht dran. Als ich gerade den Fotoapparat im Anschlag hatte, bewegte sich das Motiv mit Schmackes aus dem Fokus. Indie machte Männchen auf dem Wohnzimmertisch und boxte nach seinem gläsernen Artgenossen. Also hab ich umdekoriert.

Der Mann hat messerscharf erkannt: „Das ist ja eine Weihnachtskugel! Jetzt stell dir mal einen ganzen Baum mit solchen Viechern vor!“ Wir mussten grinsen. Wär’ schon witzig. Nur haben wir halt nie einen Weihnachtsbaum.

Und dann hab ich noch von einer guten Freundin ein ganz persönliches Notizbuch bekommen. Ich krieg ja die Krise mit Zettelwirtschaft und habe privat und beruflich immer irgendwelche Notizbücher in Gebrauch. Da kommt von Besprechungsnotizen bis zu Rezensionsmanuskripten alles rein, was ich nicht verschlampen sollte. Dieses Buch hier könnte ich getrost überall in der Firma liegen lassen, man würde es mir hinterhertragen, denn es macht in Wort und ganz Bild unmissverständlich klar, wem es gehört.