Wahnsinn im Alltag


Herbst wird’s …
August 30, 2010, 7:18 am
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… die Kastanien reifen und die Katzen kuscheln sich zu dritt auf einen Sessel, obwohl es ausreichend Schlafmöglichkeiten für sie gibt. Das gibt warm. Am Samstag wurde im Supermarkt die Aktionsfläche für die Weihnachtsware freigeräumt. Und im Büro hab ich die Heizung aufgedreht.

Das mit den Kastanien ist ja noch okay, aber der Rest? Hey, Kinder, was soll der Quatsch? Es ist AUGUST!



Satz mit x … war wohl nix!
August 27, 2010, 10:59 am
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Im Sommer hab ich ein Foto von unserem Gastkater Ivan bei der Aktion „Photo des Monats“ von http://literarischer-katzenkalender.de eingereicht. Okay: Diesmal dümpeln wir irgendwo da hinten bei den Losern rum.

Macht nix! Für mich wird Ivan zumindest im September der Kater des Monats sein. Dann kommen Olga und er wieder für eine Woche zu uns. Ich freu mich schon. High Life und Konfetti! Und jede Menge Katzenhaare im Kleiderschrank. 😉



Claus Beese: Strandgut – Maritime Geschichten und Gedichte

Claus Beese: Strandgut – Maritime Geschichten und Gedichte, Goldebek 2010, Mohland Verlag D. Peters Nachf., ISBN 978-3-86675-122-4, Softcover, Format 14,5 x 20,5 x 1,5 cm, EUR 10,–

Strandgut – das sind unterschiedlichste Gegenstände, die durch Strömungen und Tiden an die Meeresstrände gespült werden. Eine ähnlich bunte Mischung bilden die maritimen Texte in diesem Band. Da gibt’s lustige, überraschende, nachdenklich machende und gruselig-unheimliche Kurzgeschichten sowie Gedichte, die entweder von der Sehnsucht nach dem Meer erzählen oder Seemannsabenteuer in Reim und Vers kleiden.

Gefühlvoll und nachdenklich geht es in der Geschichte „Die Brücke“ zu, übersinnlich und dramatisch in „Die Moorwaage“. Lustig und allzu menschlich wird’s „Bei Thor und Odin“. Hat man den Skipper hier übers Ohr gehauen? Hätte er besser auf seine innere (Wikinger-)Stimme hören sollen? „Hammel, Steaks und Haifischflossen“ beschäftigen den Messjungen Bodo und seinen Stubenkameraden Hein. Einen Hai wollen sie fangen. Und dann läuft die Sache irgendwie aus dem Ruder …

„Strandkorb-Kobolde“ müssen dem Handwerker Hauke auf die Sprünge helfen, denn in Herzensangelegenheiten kommt er einfach nicht aus dem Quark. Aufregend und ein wenig übernatürlich geht’s bei den Tierschützern in „Der Auftrag“ zu. „Sie wollten nicht hören“ bezieht sich auf zwei junge Angler, die die Erzählungen eines alten Mannes als „armdickes Seemannsgarn“ abtun. „Ein Bombenjob“ in mehr als einer Hinsicht wartet auf Kapitän Mönsen und seine Männer.

„Heiliger Abend unter Palmen“ ist eine zauberhafte, moderne Weihnachtsgeschichte mit exotischem Flair. Seit drei Jahren segelt die vierköpfige Familie nun schon über die Weltmeere, und die Töchter wünschen sich nichts sehnlicher als Weihnachten im Schnee. Ob’s auf der Weihnachtsinsel welchen gibt?

„Die See schuldet mir ein Bein“, behauptet der Alte in der Geschichte „Dem Meer getrotzt“. Aber was hat ein Stück Treibholz, das Fragment einer Galionsfigur, damit zu tun? – „Erst wenn es Eier regnet“ will Skipper Kuddel die allgemeine Verkitschung des Osterfestes akzeptieren. „Und wenn das passieren sollte, verkleide ich mich als Osterhase und bringe jedem von euch persönlich ein Ei!“, verspricht er seinen Vereinskameraden (Seite 126). Damit wähnt er sich auf der sicheren Seite …

Ist „Klabi“ nur der unsichtbare Fantasiefreund der Skipperstochter oder steckt mehr dahinter? In einem Moment höchster Gefahr zeigt sich die Wahrheit. – Horror-Elemente und einen Schuss Romantik weist die Geschichte „Der Leuchtturm“ auf. Der unerschrockene Leuchtturmwärter Geoffrey will einen schrecklichen alten Fluch brechen. Vielleicht hätte er dabei etwas konsequenter vorgehen sollen …

„Die Möwe“ ist für den verwitweten Skipper Jensen mehr als ein gewöhnlicher Vogel. Eine sehr emotionale und traurige Geschichte! Der „Hafen des Grauens“ besticht durch seine unheimliche Atmosphäre und durch das überraschende Ende. „Kamarim – Mein Stolz“ zeigt eine Momentaufnahme aus dem Leben eines griechischen Skippers und eines deutschen Touristen. Sie kommen in Gespräch und erleben einen ereignisreichen Tag auf See. „Es war eigenartig“, zieht der Tourist verblüfft Bilanz. „Zwei sich vollkommen fremde Männer, noch dazu aus verschiedenen Kulturkreisen mit unterschiedlichen Sprachen, verstanden sich ohne viele Worte.“ (Seite 159)

„Abschied“ – auch diese hochemotionale Geschichte endet ganz anders als man zunächst vermutet. „Drachenjäger“ führt uns in die wilde Zeit der Wikinger. Der begnadete Schiffszimmermann Torge erweckt die Aufmerksamkeit von König Harald Blauzahn. „Ich bin ein wenig spät …“ fällt wieder in die Kategorie „übersinnlich“: Immer wieder hat der Erste Offizier Runulfson den gleichen Traum. Ob der Spuk aufhört, wenn er den Ort findet, von dem er immer träumt? – „Träume“ hat auch ein sechsjähriger Junge: von aufregenden Erlebnissen auf dem weiten Meer. Da kommt ihm ein verlassener Kahn als Abenteuerspielplatz wie gerufen …

So wie sich kein Schauspieler gerne auf eine Rolle festlegen lässt, ist auch jeder Autor bestrebt, seine künstlerische Vielfalt unter Beweis zu stellen. Jetzt wissen wir, dass Claus Beese, der sich mit seinen heiteren Erzählungen über Skipper und Angler einen Namen gemacht hat, auch ernsthafte und traurige, gespenstische und romantische Geschichten schreiben kann – und stimmungsvolle Verse, aus denen die Liebe zur See spricht. Das alles findet sich in dem vorliegenden Buch, und jeder Leser kann sich aus dem STRANDGUT die Fundstücke herauspicken, die ihm am meisten zusagen.

Es wird den Autor hoffentlich nicht kränken, wenn der eine oder andere Leser von seinem Gewohnheitsrecht Gebrauch macht und vor allem die heiteren Geschichten liebt – und die mit der überraschenden Pointe.

Doch auch die Geschichte von der Freundschaft des griechischen und des deutschen Skippers, spukt einem noch lange nach dem Lesen im Kopf herum („Kamarim – Mein Stolz“, Seite 150). Man kann die besondere Stimmung auf diesem spontan unternommenen Tagesausflug mühelos nachempfinden.

Wer eine etwas andere Weihnachtsgeschichte sucht, die in einer ungewöhnlichen Umgebung spielt, wird an „Heiliger Abend unter Palmen“ (Seite 83) seine Freude haben. Die Familie, die mit der „Esmeralda“ die Welt umsegelt, taucht in der Story „Klabi“ (Seite 109) wieder auf. Die beiden Beiträge klingen ein wenig wie Geschichten, die ein Vater seinen atemlos lauschenden Kindern erzählt. Und man fragt sich, ob die Abenteuer dieser Familie nicht das Zeug zu einem (Jugend-)Buch hätten.

Wer seinen Horizont erweitern und einen bekannten Autor neu entdecken möchte, ohne ganz auf geliebte und vertraute Stil-Elemente zu verzichten, dem sei STRANDGUT ans Herz gelegt. Wer Claus Beeses Bücher noch nicht kennt, der kann getrost mit diesem Band einsteigen. Verstehen wird er alles. Es entgeht ihm lediglich die Wiedersehensfreude, die Insider empfinden, wenn sie auf eine Handvoll alter Bekannter aus vorigen Büchern treffen. Das ist nicht weiter schlimm. Dafür hat man als Neuling das Vergnügen, Beeses skurrile Buchhelden kennen lernen zu dürfen, noch vor sich.

Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
     
http:// edithnebel.wordpress.com



Flammende Sterne und ein flammend roter Kater
August 23, 2010, 8:49 am
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„Ostfildern und Feuerwerk gehört inzwischen zusammen wie der Eifelturm und Paris“, heißt es auf der Seite http://www.flammende-sterne.de. „Vom 20. bis 22. August 2010 steigen bei den „Flammenden Sternen“ zum achten Mal die weltbesten Feuerwerker in den Ring. (…)“

Es gab Bands, Feuerartisten und ein umfangreichen Kinderprogramm – und am frühen Abend starteten Heißluftballons und kehrten bei Dunkelheit zum Ballonglühen in den Park zurück.

Den Start der Ballons konnten wir am Samstag Abend vom Balkon aus sehen:

Mit dem Nadelbaum im Vordergrund schaut’s ein bisschen nach Weihnachtsdeko aus. 🙂

Am Sonntag haben wir nur vom Feuerwerk was mitgekriegt. Den Rest der Veranstaltung haben wir verpasst. Statt flammender Sterne haben wir einen flammend roten Kater bewundert: Merryborn’s Merlin.



Trainingsflüge mit Lufthansa A380 in Stuttgart
August 23, 2010, 8:33 am
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„Die Deutsche Lufthansa führt im August und September weitere Trainingsflüge mit dem Airbus A380 durch. (…) Piloten, die auf dem A380 eingesetzt werden, müssen zum Erwerb der Piloten-Lizenz mindestens drei verschiedene Flughäfen ohne Passagiere anfliegen. Die Lufthansa will dafür von Frankfurt aus die Flughäfen Stuttgart und Karlsruhe/Baden-Baden nutzen. Auf diesen kurzen Routen werde am wenigsten Treibstoff verbraucht.“

So und ähnlich stand’s bei http://www.flugrevue.de, http://www.news.fluege.de und in anderen Quellen. Wir haben den A380 Airbus noch mal erwischt … nicht vom Flughafen aus, sondern vom Feldweg nahe der Aral-Tankstelle in Ostfildern-Nellingen:



Mike d’Champignac: Miezkakatze und Mowglikater – Erlebnisse zweier Samtpfoten
August 20, 2010, 8:48 am
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Mike d’Champignac: Miezkakatze und Mowglikater – Erlebnisse zweier Samtpfoten, Norderstedt 2010, Books on Demand GmbH, ISBN 978-3-8370-9668-2, Taschenbuch, 284 Seiten mit farbigen Abbildungen, Format: 12 x 19 x 1,8 cm, € 19,90.

Den Leserinnen und Lesern unseres Tiergeschichten-Blogs http://tiergeschichten.wordpress.com muss man Mikes Katzen Miezka und Mowgli nicht mehr großartig vorstellen. Sie kennen die rote Miezka, die Mike als kleines Kätzchen von Kreta mitgebracht hat und den rabenschwarzen Maine-Coon-Mix Mowgli, dessen erklärtes Hobby das Fressen ist.

Mehr als 40 aufregender und oft saukomischer Erlebnisse mit seinen zwei Vierbeinern hat Mike d’Champignac in diesem Buch zusammengetragen und mit zahlreichen Farbfotos illustriert. (Es sind Originalaufnahmen von Miezka und Mowgli, also zum großen Teil anderes Bildmaterial als das, mit denen ich die Geschichten in unserem Tiergeschichten-Blog bebildert habe.)

Manch ein Katzenfreund wird Muskelkater bekommen vom vielen Nicken: Ja, stimmt, genau so geht’s bei uns auch manchmal zu!

Anderes wiederum versetzt den Normal-Katzenhalter in Erstaunen: Miezka und Mowgli begleiten ihren „Dosenöffner“ Mike tatsächlich überall hin! Fast überall. Er nimmt sie mit in den Park, in die Bahn, zu Forumstreffen, auf den Weihnachtsmarkt und sogar zum Einkaufen. Was immer wieder zu merkwürdigen bis erheiternden Reaktionen verschiedener Mitgeschöpfe führt. Mensch und Tier sind es einfach nicht gewöhnt, dass ein Mann durch die Gegend spaziert, der einen schwarzen Kater auf der Schulter und eine rote Katze an der Leine hat. Und so hält man den Autor schon mal für einen Hexer. Oder die Katzen für gefährliche Ungeheuer.

Nicht nur Begebenheiten aus dem täglichen Zusammenleben von Mensch und Katzen enthält das Buch, sondern auch Märchen und Fabeln sowie die fünfteilige Sage von Sandfell.

Jetzt kann man Miezka und Mowgli also nicht nur online erleben, sondern kann alle ihre Abenteuer in einem Sammelband genießen … unterwegs lesen … offline aufbewahren …an den Strand mitnehmen … verschenken. Eben all das, was mit einem herkömmlichen Buch viel besser geht als mit Geschichten im Computer. (Ja, ja auch Fliegen klatschen und mit dem Schmöker kräftig auf den Tisch hauen, wenn die Katzen wieder mal Blödsinn machen.)

Bei der technischen Qualität muss man bei BOD-Bänden öfter mal ein paar Abstriche machen. Auch bei pfleglicher Behandlung des Buchs steht das Cover alsbald vom Buchblock ab. Der Satzspiegel könnte ein bisschen schmaler sein und der Klappentext ein wenig leichter lesbar und nicht gar so an den Rand gequetscht. Aber das sind Äußerlichkeiten, die manchen Bücherfreunden sehr wichtig sind, die aber dem abwechslungsreichen und unterhaltsamen Lesevergnügen keinen Abbruch tun.

Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
     
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Pilze im Garten
August 19, 2010, 7:17 am
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Alle Jahre wieder, so ab August, wachsen auf der Wiese hinterm Haus Pilze unter der Birke. Keiner von uns hat eine Ahnung, was das für Biester sind. Birkenpilze? Es gibt auch noch drei, vier andere Sorten, die sich da heimisch fühlen. Und ich habe das Gefühl, es sind heuer mehr denn je. Naja, ist ja auch kein Wunder: Das Wetter ist außer Rand und Band, seit sie den Kachelmann eingesperrt haben.



Der Zeit voraus
August 18, 2010, 8:04 am
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Der Spruch stand diese Woche im „Literarischen Katzenkalender“, und ich dachte, da ist was dran:

Wer anderen etwas vorgedacht,
wird jahrelang erst ausgelacht.
Begreift man die Entdeckung endlich,
so nennt sie jeder selbstverständlich.

Wilhelm Busch

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Kätzische Schlafgewohnheiten
August 17, 2010, 12:37 pm
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Irgendwie muss unser Kater Cooniebert (grau) immer als Kissen für seine Katerkumpels herhalten:

Indie ist zu ihm in den Katzenkorb geklettert und verdrängt ihn fast komplett.

Yannick, rot, legt sich gleich auf Cooniebert drauf – ob im Korb oder auf dem Bett.

Aber sie können auch alleine schlafen: Indie auf dem Sofa …

… und Yannick im Korb auf dem Balkon

Text und Fotos: Edith Nebel
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Maren Frank: Tanjas Traumkatze – Kinderbuch (ab 8)

Maren Frank: Tanjas Traumkatze. Westeregeln 2010, Codi-Verlag Verlag Constanze Mendig, ISBN 978-3942312-06-6, Softcover, 102 Seiten, mit s/w-Illustrationen der Autorin, Format: 14,7 x 20,7 x 0,7 cm. EUR 9,95, Bestellung z.B. über http://www.codiverlag.com/41331.html

Die 10-jährige Tanja Schuster hat einen Herzenswunsch: Sie möchte gerne eine Katze. Doch bisher hat ihre Mutter das immer abgelehnt: zu viel Zeitaufwand, zu hohe Kosten. Als allein erziehende Mutter mit dem bescheidenen Verdienst einer Supermarkt-Kassiererin hat Ellen Schuster wirklich keinen Spielraum für unnötige Ausgaben. So entpuppt sich auch das vermeintliche „Katzenklo“, das Tanja wenige Tage vor ihrem 11. Geburtstag hübsch verpackt in Mutters Auto entdeckt, leider nur als Verpackung für eine Plüschkatze. Tanja ist sehr enttäuscht.

Doch dann beschert ihr das Schicksal ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk: Auf dem Heimweg von Freundin hört Tanja ein jämmerliches Miauen und rettet eine weiße Langhaarkatze, die sich in den Ranken einer Dornenhecke verfangen hat. Tanja nimmt das Tier erst einmal mit nach Hause und versorgt es mit dem Nötigsten.

Einfach behalten darf sie die Katze nicht, denn ihre Mutter weist mit Recht darauf hin, dass so ein edles und gepflegtes Tier garantiert einen Besitzer hat, der es verzweifelt sucht. Und sie setzt alle Hebel in Bewegung, um diesen Besitzer zu finden. Bis jemand kommt und Anspruch auf die weiße Katze erhebt, darf das Tier jedoch bleiben.

„Avelin“ nennt Tanja ihre neue Mitbewohnerin, weil sie meint, diesen Namen aus dem Schnurren der Katze herausgehört zu haben. – Eine Katze, die ihren Namen schnurrt? Tanjas Mutter kann es nicht glauben. Doch Avelin ist in jeder Hinsicht eine besondere Katze: In dieser Nacht erscheint sie Tanja im Traum und nimmt sie mit ins Katzenkönigkreich Anjulistan, wo sie die rechtmäßige Herrscherin ist.

Tanja ist fasziniert vom Königreich, seinen Bewohnern und dem prachtvollen Palast. Und was das allerbeste ist: Im Traumreich Anjulistan kann Avelin die Menschensprache sprechen! Und so erfährt Tanja, dass ihre Gefährtin sozusagen im Asyl auf der Erde lebt. Die böse Malogga hat ihr den Königsthron streitig gemacht und Avelin aus Anjulistan vertrieben. Nur im Traum kann die gestürzte Katzenkönigin in ihre Heimat zurückkehren. Und natürlich liegt ihr viel daran, die Herrschaft über ihr Königreich wieder zu erlangen.

Von da an kann Tanja es gar nicht mehr erwarten, dass es Nacht wird und sie wieder vom Katzenkönigreich träumen kann. Dort kann sie über einen Regenbogen laufen, durch Wände gehen und mit Leichtigkeit schwere Felsen heben. Und sie trifft auf faszinierende Geistwesen, die normalerweise unsichtbar sind, aber jede beliebige Form annehmen können.

Sind diese geheimnisvollen Wesen tatsächlich in der Lage, Avelin wieder zu ihrem Königsthron zu verhelfen? Und was passiert, wenn es klappt und Avelin für immer nach Anjulistan zurückkehrt? Ist Tanja dann wieder katzenlos? Avelin kann ihr zumindest versprechen, dass sie nicht ohne Abschied gehen wird und auf jeden Fall rechtzeitig vor ihrer Rückkehr Bescheid sagt. Doch daran mag Tanja noch gar nicht denken.

Als Tanja von einem Einkaufsbummel mit ihren Freundinnen nach Hause kommt und die weiße Katze nicht auffindbar ist, kann das nur eines bedeuten: Avelin ist etwas zugestoßen! Verzweifelt machen sich Tanja, ihre Freundinnen und ihre Mutter auf die Suche nach dem verschwundenen Tier. An gänzlich unerwarteter Stelle findet Tanja schließlich eine heiße Spur von Avelin …

„Tanjas Traumkatze“ ist zunächst einmal eine Abenteuergeschichte auf zwei Ebenen: Im Traum und in der Realität erleben das Mädchen und die Katze allerhand Spannendes und Aufregendes. Doch darüber hinaus geht es auch um Themen wie Freundschaft und Zusammenhalt, um Liebe und Loslassenkönnen, und darum, dass es möglich ist, nach dem Ende einer Beziehung wieder eine neue eingehen zu können.

Diese Botschaften sind „organisch“ und unaufdringlich in der Geschichte verpackt, und wenn bei den jungen LeserInnen nur ein Bruchteil davon ankommt, haben sie etwas Wichtiges fürs Leben gelernt. Was sie auf jeden Fall haben: ein liebevoll gestaltetes Buch, das ihnen ein spannendes und phantasievolles Lesevergnügen bietet.

Was die Illustrationen angeht, bin ich als Rezensentin zugegebenermaßen nicht sehr objektiv. Denn für eines der Bilder haben mein Kater Cooniebert und ich „Modell gestanden“. Das heißt, ein Foto von uns hat Maren Frank als Inspiration für ihre Zeichnung gedient:

Die Autorin/Illustratorin
Maren Frank wurde 1977 in Wanne-Eickel geboren. Schreiben ist ihre große Leidenschaft. Unter anderem verfasst sie, teils unter Pseudonym, Liebesromane für verschiedene Verlage.

Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
     
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