Wahnsinn im Alltag


Der Wahnsinn im Alltag ist umgezogen!
November 25, 2010, 5:15 pm
Filed under: Wahnsinn im Alltag

Liebe Leserinnen und Leser,
weil wir andernorts mehr technische Möglichkeiten haben als hier, bin ich mit meinem Blog umgezogen. Der alltägliche Wahnsinn tobt jetzt hier: http://www.boxmail.de

Ein bisschen weht einem dort noch der Baustellenstaub um die Ohren, aber das neue Domizil ist durchaus schon begehbar.

Liebe Grüße

Edith

Foto: © insektivor212 (Thorben Wengert) / http://www.pixelio.de



Geburtstags-Nachlese

Ich hatte doch gesagt, dass meine Kollegen mir zu meinem Fünfzigsten eine Geburtstagskarte … na ja, eher ein Plakat … gestaltet und getextet haben. Das ist bei uns zu runden Geburtstagen und Firmenjubiläen so üblich. Und auch, den Jubilar dabei ein bissi durch den Kakao zu ziehen.

Ein wenig hab ich mich gefürchtet. Ich bin ja auch nicht zimperlich, erzähle viel und biete sicher eine Menge Angriffsflächen. Aber sie waren wirklich sehr nett und gnädig zu mir …

Das ganze ist eine Parodie auf ein Werbematerial, das ich mal getextet habe und foppt mich ein bisschen wegen meiner vielen privaten Pläne und Aktivitäten.

Aus, äh, organisatorischen Gründen (man hatte meinen 50sten vergessen) fand die feierliche Übergabe des Plakats ein wenig zeitverzögert statt. Jetzt hängt das Plakat an meinem Arbeitsplatz.

Wer sich jetzt fragt, was das für ein netter junger Hund ist, den man auf den Bildern über dem Plakat sieht: Der gehört nicht zu uns. Das ist Joey, ein junger Golden Retriever und sein erwachsener Artgenosse Ryno. Beide gehören meiner Freundin Kerstin D.

Und kurz nach meinem Geburtstag wurde ein Geschenk meiner Freundin Ute W. geliefert, … der gigantische Katzenkalender. Ein Katzenkalender zum Geburtstag ist schon Tradition bei uns. Er hängt immer in meinem Büro. Ich liiiiiebe Kalender, seit eine Klassenkameradin mir in den 70-er Jahren mal einen supertollen Kunstkalender zum Geburtstag geschenkt hat.

Wir haben’s aber einfach nicht früher geregelt gekriegt, die Aufnahmen zu machen. Und ich sag nicht, wie viele Aufnahmen meine Bessere Hälfte machen musste, damit es wenigstens eines gibt, auf dem ich nicht gar so blöd schau.



Der abwesende Mann

In der aktuellen Ausgabe der Fernsehzeitschrift GONG wurde in einem Artikel auf Renate Brackhahn-Witts Buch „Der abwesende Mann“ hingewiesen.

Zu diesem Werk sagt amazon: „Renate Brackhahn-Witt beschreibt auf witzige Art und Weise den ganz normalen Beziehungswahnsinn und deckt die oft weit zurückliegenden Muster auf, die dazu führen.“ Okay. Passt in mein Beuteraster, will ich haben. Unser Großhändler hat’s nicht mehr, also bin ich bei booklooker.de rein. Und hab mich beömmelt über die Logik der Google-Anzeige: „Sie suchen einen Mann?“

Wenn der Mann abwesend ist, braucht die Person sicher einen neuen. 😀



Die schönen Seiten des Novembers

Zum Glück besteht der November nicht nur aus Pisswetter und Düsternis. Es gibt auch sonnige Tage wie die am vergangenen Wochenende.

Christrosen und Chrysanthemen im Garten meiner Eltern.
Die Christrosen wachsen neben unserem Briefkasten, seit ich zurückdenken kann. Die hat noch meine Mutter, wenn nicht gar meine Großmutter gepflanzt.

Chrysanthemen hatten wir früher, als meine Mutter noch lebte, in Gelb und Weiß, Rosa und Rostrot. Die rostroten hatten für mich immer was Asiatisches. Ich nehme an, dass ich irgendwann mal in meiner Kindheit ein asiatisches Kunstwerk gesehen habe, auf dem solche Chrysanthemen abgebildet waren. Wie sonst käme ich darauf?

Jetzt ist von all der Farbenpracht noch eine einzige gelbe Chrysantheme übrig.

Das wird heute wohl für eine Weile der letzte Sonntagsspaziergang bei Sonnenschein gewesen sein. Deshalb bin ich noch Mal mit der Kamera losgezogen.

Stadtbahnschienen

Allee im Scharnhauser Park

Ein Firmengebäude …
… mit und ohne Herbstblätter

Bunte Blätter



November-Impressionen
November 2, 2010, 12:51 pm
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Nein, noch keine November-Depressionen. Die können noch kommen, sobald das Wetter beschissener wird und man wieder im Finstern zur Firma schleicht und um Finstern wieder heim. Jetzt schaut alles noch so schön sonnig und golden aus. Jedenfalls am Wochenende war das so.

Blätter in Gold …

… im Garten

… auf dem Schulhof in Heumaden

… an der Friedhofskapelle

Ein Kürbis im Garten. Den hat, passend zum herbstlichen Thema, unser Nachbar Herr Sommer geschnitzt und dort platziert.

Friedhofs-Ansichten

Kater-Ansichten. Cooniebert findet den Herbst, zumindest ansatzweise, zum Gähnen.



Ich kann mir keine Straßennamen merken!
Oktober 18, 2010, 4:21 pm
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Neulich hat mich jemand unterwegs nach der Kaiserstraße gefragt. Und wie so oft hatte ich allenfalls eine grobe Vorstellung davon, in welcher Windrichtung diese zu suchen sei. Meistens hab ich nicht mal das … ich kann nur sagen: „Hab ich schon mal gehört, aber ich hab leider keine Ahnung, wo die ist.“

Wobei ich nicht mal sicher sein kann, dass ich den Straßennamen in Verbindung mit diesem Ort bereits gehört habe und nicht vielleicht im Zusammenhang mit einem der Nachbardörfer. Gibt’s nicht überall eine Straße, die den Namen von Goethe, Mörike, Mozart, Bismarck oder Hindenburg trägt?

Ich fürchte, meine Unfähigkeit, mir die Namen unserer Straßen einzuprägen, liegt daran, dass ich ein Landei bin. Und Landeier, die sich von Kindheit auf im selben „Flecken“ bewegen, denken nicht in Straßennamen, es sei denn, es hat irgendwann mal gute Gründe gegeben, eine Adresse zu schreiben. Auf dem Dorf gehen Ortsbeschreibungen nämlich so: „Das ist zwei Häuser oberhalb von Angelikas Wirtschaft “, – „schräg gegenüber von Christels Elternhaus“ oder „da, wo früher mal die Post war, also ganz früher“. Mein Vater sagt heute noch „vorne an der Straßenbahn“ und meint die Endhaltestelle, obwohl besagte Straßenbahn bereits 1978 den Betrieb eingestellt hat.

Ich bin immer schier zum Hirsch geworden, wenn ich mich mit meiner Mutter über irgendwelche „Locations“ in Esslingen – unserer Kreisstadt – verständigen wollte. Sie hat in den 50-er Jahren dort in einem Wäschegeschäft gearbeitet und brachte immer Orientierungspunkte daher, die mir rein gar nichts sagten, weil es die Ladengeschäfte, Kinos und Gastwirtschaften, von denen sie sprach, schon seit Jahrzehnten nicht mehr gab. Die „schräg-gegenüber“-Ortsbeschreibungen vom Dorf funktionieren eben nur bei einem gemeinsamen Erfahrungshorizont. War also doch nicht so schlecht, dass man irgendwann die Straßennamen erfunden hat. Ich kann sie mir aber trotzdem nicht merken.

Wenn man meinen Vater nach einer Straße fragt, deren Name ihm nichts sagt, fragt er prompt zurück: „Zu wem wollen Sie denn?“ Das ist keine müßige Neugier, sondern eine Möglichkeit, den Mitmenschen doch noch in die richtige Richtung zu dirigieren. Den Straßennamen hat er vielleicht noch nie gehört, aber wo die Familie X wohnt oder der Handwerker Y seine Werkstatt hat, ist ihm möglicherweise bekannt. Oder er weiß, wer’s wissen könnte: „ Hm … das könnte jetzt im oberen Industriegebiet sein oder unten im Tal. Bevor wir jetzt was Blödes machen, fahren Sie einfach da vorne links und dann gleich wieder rechts und fragen Sie im Elektrogeschäft. Der Inhaber ist ein Vetter von Ihrem Herrn X, er kann Ihnen sicher sagen, wo der jetzt sein Büro hat.“

Foto: © Tomsk / http://www.pixelio.de



Geburtstagsstrauß
Oktober 14, 2010, 8:31 am
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Nachträglich hab ich noch von beruflicher Seite einen wunderschönen Geburtstagsstrauß bekommen.

Ich lasse die Blumen in der Firma stehen, daheim werden sie nur von den Katzenviechern gefressen. Oder die zerren so lange an der Dekoration herum, bis die Vase umfällt und der Wohnzimmertisch unter Wasser steht. Hatten wir alles schon: eine komplett „durchwichene“ Fernsehzeitschrift und schwimmende Fernbedienungen. Das braucht kein Mensch. Also bleibt der Strauß im Büro und kommt virtuell ins Internet.