Wahnsinn im Alltag


Charlaine Harris, Toni L.P. Kelner (Hrsg.): Werwölfe zu Weihnachten
Oktober 28, 2009, 1:15 pm
Filed under: Bücher

Charlaine Harris, Toni L.P. Kelner (Hrsg.): Werwölfe zu Weihnachten, OT: Wolfsbane and Mistletoe, 15 Kurzgeschichten, München 2009, dtv Deutscher Taschenbuch Verlag, ISBN: 978-3-423-21175-8, 479 Seiten, Format: 12 x 19 x 2,8 cm, EUR 9,95 (D), EUR 10,30 (A)

Werwolfcover

Jede Wette: Die beiden Herausgeberinnen hatten eine Menge Spaß mit dieser Kurzgeschichtensammlung. Nachdem ihre vorige Anthologie „Happy Bissday“ – Vampirgeschichten zum Thema Geburtstag – so gut ankam, haben Charlaine Harris und Toni Kelner dieses Erfolgsrezept erneut aufgegriffen. Sie haben sich zwei Begriffe ausgedacht, die auf den ersten Blick unvereinbar sind – Werwölfe und Weihnachten –, dann eine Reihe bekannter Autorinnen und Autoren angeschrieben und sie um eine Kurzgeschichte zu diesem Thema gebeten.

J. K. Rowling hatte etwas Besseres zu tun, aber die meisten anderen Schriftsteller haben noch eine Story in ihrem Terminplan untergebracht. Charlaine Harris und Toni Kelner konnten für diese Anthologie wieder mal aus dem Vollen schöpfen. Herausgekommen ist eine wilde Mischung aus spannenden, witzigen und gruseligen Werwolf-Geschichten, geschrieben von ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet.

„Am besten bei Vollmond lesen – aber die Türen gut verschlossen halten“, empfiehlt der Verlag. Ob Sie das wagen möchten, müssen Sie selbst entscheiden. Hier ein kleiner Einblick in das, was Sie in diesem abwechslungsreichen Band erwartet:

Charlaine Harris: Ein unvergessliches Weihnachtsfest, OT: Gift Wrap, deutsch von Britta Mümmler. Weil Freunde und Verwandte andere Pläne haben, muss Sookie Stackhouse, die gedankenlesende Kellnerin, das Weihnachtsfest dieses Jahr alleine verbringen. Dass es trotzdem weder einsam noch langweilig wird, dafür sorgen ein verletzter Werwolf, den Sookie bei einem Waldspaziergang findet, und ihr Urgroßvater Niall Brigant.

Donna Andrews: Das har des thieres, OT: The Haire of the Beast, deutsch von Barbara Ostrop. Tom möchte ein Werwolf werden. Bei der Übersetzung des Zaubertrank-Rezepts soll ihm seine Schwester helfen. Schließlich versteht sie etwas von alten Sprachen. Ob das Rezept auch mit Haaren vom Nachbarshund funktioniert, wenn gerade kein Werwolfsfell zur Hand ist? Jetzt wäre es hilfreich, wenn man den Trank vorab testen könnte …

Simon R. Green: Lucy, alle Jahre wieder, OT: Lucy at Christmastime, deutsch von Christine Blum. Er ist ein Werwolf, und wie jedes Jahr verbringt er Heiligabend im „Strangefellows“, der ältesten Kneipe der Welt. „Dort, wo Träume wahr werden können, wenn man nicht gut aufpasst“ (S. 46). Er trifft sich mit Lucy, die seine erste große Liebe war. Doch das ist nicht das einzige, was die beiden verbindet …

Dana Cameron: Die Nacht, die alles verwandelte, OT: The Night Things Changed, deutsch von Britta Mümmler. Psychiaterin Claudia ist Vampirin, ihr Bruder Gerry Privatdetektiv und Werwolf. Werwölfe, so erfahren wir, sind auf der Welt, um das Böse auszulöschen, Vampire, um Blut zu reinigen und zu heilen. Beide gehören zu den Guten. Ein Patient, der Claudia in ihrer Praxis angreift, bringt das Weltbild der Geschwister ins Wanken …

Kat Richardson: Ein Werwolf zu Weihnachten, OT: The Werewolf Before Christmas, deutsch von Barbara Ostrop. Durch einen Flugzeugabsturz hat es den Werwolf Matt an den Nordpol verschlagen. Nachdem er dort das Leit-Rentier des Weihnachtsmanns gefressen hat, hat er ein Problem. Kurzerhand macht ihn Santa-Claus nämlich zum Ersatz-Zug- und Flugtier. Und auch sonst ist der alte Herr für manche Überraschung gut …

Alan Gordon: Ungebetene Gäste. OT: Fresh Meat, deutsch von Britta Mümmler. Sam Lehrmann ist Hundetrainer und ein Werwolf. Vor seiner Freundin Mona konnte er letzteres geheim halten, doch nicht vor Mr. Taylor. Der hat etwas gegen Werwölfe und rückt ausgerechnet an Heiligabend mit seinen Söldnern an, um Sam den Garaus zu machen. Doch Sam ist nicht so wehrlos und unvorbereitet wie Taylor meint. Und auch nicht so allein …

Carrie Vaughn: Il es né, OT: Il Est Né, deutsch von Ute Brammertz. Werwolf David hat keine Ahnung, wie er seine Verwandlungen kontrollieren kann. An Weihnachten trifft er zum ersten Mal im Leben auf eine Artgenossin. Doch ehe sie ihm hilft, wäre noch zu klären, ob David nicht ein gesuchter Serienmörder ist. Aufgrund seiner Erinnerungslücken wäre alles möglich. In Wolfsgestalt leisten die beiden Detektivarbeit …

Dana Stabenow: Das perfekte Geschenk, OT: The Perfect Gift, deutsch von Britta Mümmler. „Wenn wir ihre Population nicht dezimieren, wird bald auf alle Jagd gemacht“ (S. 202). Mennaro, seine Männer und seine Nichte Neri rüsten sich zum Kampf. Doch wer jagt hier wen? Dass die Polizei den oder die Wolfsmörder sucht ist klar. Aber wie passen Mennaro und seine Leute ins Bild? – Wer auf die Personennamen achtet, kommt vielleicht den raffinierten Wendungen in dieser erotischen Geschichte auf die Spur …

Keri Arthur: Der Geist der vergangenen Weihnacht, OT: Christmas Past, deutsch von Christine Blum. Hannah hat ein untrügliches Gespür für das Böse und arbeitet im Dezernat für paranormale Angelegenheiten des FBI. Jetzt steht sie frierend im Elfenkostüm auf der Straße, als Lockvogel für den vampirischen Spendensammler-Mörder, und muss ausgerechnet mit ihrem Ex, dem Werwolf Brodie, zusammenarbeiten …

J.A. Konrath: Das Buch Bob, OT: SA, deutsch von Christine Blum. Kommt ein Mann mit einer Stuhlprobe zum Arzt … Was wie ein Stammtischwitz beginnt, steigert sich zu einer furiosen Geschichte, originell, tierisch komisch und unheimlich abgefahren. Knöpfe, Reißverschlüsse, Schmuckstücke und Zähne findet der Arzt in der Stuhlprobe von Robert Weston Smith. Smith, der sicher ist, nichts dergleichen verzehrt zu haben, fragt sich, wie diese Fremdkörper in seinen Körper kommen. Seine Internetrecherchen ergeben, dass er ein Therianthrop sein könnte, ein Wergeschöpf.

Auch dafür gibt es zum Glück Selbsthilfegruppen. Smith tritt einer solchen bei und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nicht nur, dass er Wereichhörnchen, Werschildkröten und sogar Werkorallen (!) begegnet, er erfährt auch wer die schlimmsten Feinde der Therianthropen sind. Wenn er das mal vorher gewusst hätte!

Patricia Briggs: Davids Stern, OT: The Star of David, deutsch von Barbara Ostrop. Der sechzehnjährige Devonte Parish liegt im Krankenhaus und behauptet, von einem Vampir angegriffen worden zu sein. Sozialarbeiterin Stella Christiansen zuckt nicht mit der Wimper und ruft ihren Vater David zu Hilfe. Der ist Ex-Soldat und Werwolf. Seine Theorie: Der Vampir wird keinen Zeugen am Leben lassen wollen und bald bei dem Jungen auftauchen. David und Stella legen sich auf die Lauer …

Nancy Pickard: Besser nicht schmjollen, OT: You’d Better Not Pyout, deutsch von Barbara Ostrop. Die russischen Vampir-Vettern Pascha und Serge machen sich von Miami Beach aus auf den Weg zum Nordpol um zu überprüfen, ob der Weihnachtsmann und seine Elfen tatsächlich Vampire sind wie sie. Wie sie dann allesamt in Südafrika landen, wo die Werwölfin Ingrid dem Wildhundrudel helfen möchte, von dem sie großgezogen wurde, das ist eine Geschichte für sich. – Abgedreht und ein bisschen, äh, mjerkwürdig.

Karen Chance: Schwarze Schafe, OT: Rogue Elements, deutsch von Christine Blum. Fünf Werwölfinnen sind verschwunden. Die Clans bitten den „Silbernen Kreis für Weiße Magie“ um Hilfe, und der Fall landet auf dem Schreibtisch der Kriegsmagierin Accalia de Croisset. Weil ihre Mutter eine Werwölfin war, erhofft ihr Chef sich Insider-Informationen. Doch Accalia ist eine Ausgestoßene, die Clans werden ihr nicht helfen. Dass sie sich mit einem anderen Außenseiter-Wolf zusammentut, bringt überraschende Resultate …

Rob Thurman: Milch und Plätzchen, OT: Milk and Cookies, deutsch von Britta Mümmler. Blöde Weihnachten! Der dreizehnjährige Nikolai trauert der Zeit hinterher, als er sich noch auf den Weihnachtsmann freuen konnte. Außerdem hat ihn Jed, der mieseste Schläger der Schule, auf dem Kieker. Zwar hat Nikolai seinem Vater versprochen, sich keinen Ärger einzuhandeln, aber manchmal darf man die A***löcher dieser Welt einfach nicht gewinnen lassen … – Eine blitzböse Geschichte, in der nichts so ist wie es zunächst scheint.

Toni L.P. Kelner: Denn siehe, er hütet seine Herde, OT: Keeping Watch Over His Flock, deutsch von Britta Mümmler. Statt, wie versprochen, mit seinem Ziehsohn Jake durch die weihnachtlicheVollmondnacht zu streifen, passt Leit-Werwolf Brian auf seine kleine Tochter auf. Teenager Jake ist sauer und zieht verbotenerweise alleine los. Prompt gerät der unerfahrene junge Werwolf in eine Situation, die ihn überfordert …

Die Disney-Cola-Plastik-Weihnachtsstimmung in den Geschichten wirkt auf einen europäischen Leser schon sehr amerikanisch. Andererseits … je kitschiger die heile Welt, desto größer ist der Kontrast zu den unheimlichen Geschöpfen, die sich darin herumtreiben. Und dann passt’s ja wieder.

Auf jeden Fall ist die Kurzgeschichtensammlung sehr abwechslungsreich und vergnüglich und durchaus nicht nur was für minderjährige weibliche Fans des Urban-Fantasy-Genres. Romantik pur darf man in dieser Anthologie nicht erwarten. Bei manchen Geschichten ist es hilfreich, wenn man bei etwas derberem Humor und grob gestrickter Wildwestmoral nicht gleich schockiert in Ohnmacht sinkt. (Gerade diese Beiträge erweisen sich oft als besonders unterhaltsam.)

Kurzbiographien sämtlicher teilnehmender Autorinnen und Autoren runden den Band ab und bescheren dem Leser manch eine überraschende Erkenntnis. Und wer auf den Geschmack gekommen ist und von dem einen oder anderen Schriftsteller noch mehr lesen möchte, erfährt auch etwas über sein übriges Werk. Bei ein paar TeilnehmerInnen dürfte es sich durchaus lohnen, sie im Auge zu behalten.



Igitt – Herbst!
Oktober 25, 2009, 7:43 pm
Filed under: Wahnsinn im Alltag

Die Funkuhr in der Küche hat die Umstellung auf die Winterzeit verweigert und den Geist aufgegeben. Sie zeigt jetzt permanent 22 Minuten vor 2. Und ich finde immer noch Uhren im Haushalt, die wir erst noch umstellen müssen. Oder mit deren kompliziertem Mechanismus ich mich gar nicht erst plage. Ich hasse das Gefummel.

Und ich hasse dieses Maulwurfsdasein, zu dem ich für die kommenden Monate verurteilt bin. Wenn ich um 4:50 Uhr aufstehe, ist es noch dunkel. Wenn ich um 7:00 Uhr im Büro ankomme, ist es immer noch dunkel. Ab dem späten Vormittag blendet uns das Tageslicht derart, dass wir auf unseren Bildschirmen nichts mehr erkennen können und die Rollos herunterlassen müssen. Es ist dunkel. Und wenn ich gegen 18:00 Uhr aus dem Büro gehe, ist es schon kuhnacht.

Wenn ich dann gegen 19:00 Uhr zu Hause eintreffe, hab ich das Gefühl, es sei bereits Zeit, schlafen zu gehen. Aber nix gibt’s! Jetzt kommt erst noch die Haushaltsschicht.

Nee, Herbst ist was Widerliches. Dunkel, nass und kalt. Bäh. Und im Job ist Hochsaison. Von September bis Januar könnte ich 7 Tage die Woche rund um die Uhr am Computer sitzen und texten und würde selbst dann nicht rechtzeitig mit allen Aufträgen fertig. „Bäh“ ist dafür gar kein Ausdruck!

Ein paar dekorative Seiten hat der Herbst trotz aller Widerlichkeit natürlich auch:

Birke

Unsere Birken im Sonnenlicht

HerbstBalkon

Indie auf dem Balkon

Spinne

Eine Spinnwebe am Gartenzaun

Den Katzen fällt zum Thema Sauwetter meist nur eines ein: eine Runde pennen!

CoonieIndieSofa

Cooniebert und Indie auf dem Sofa

Kuechenschlaf

Yannick (rot) und Cooniebert (grau)auf den Küchenstühlen, direkt neben der Heizung.



Philosophie
Oktober 19, 2009, 11:05 am
Filed under: Hausfrauen-Poesie

„Nomen est omen“, sagt sich die Marie,
nennt ein Kätzchen Philo, das andre Sophie.
Eins ist ein Kumpel, das andere schlau,
so passen die Namen ja doch recht genau.

die-Kleinen2

Foto: © asrawolf / http://www.pixelio.de



Claus Beese: Petrus’ starke Truppe – Katastrophales vom Angelwasser
Oktober 14, 2009, 8:15 am
Filed under: Bücher

Claus Beese: Petrus’ starke Truppe – Katastrophales vom Angelwasser, 20 Kurzgeschichten mit Illustrationen von Lothar Liesmann, Goldebek 2009, Mohland Verlag, ISBN 978-3-86675-100-2, 164 Seiten, Softcover, Format: 20,4 x 14,4 x 1,2 cm, EUR 10,00.

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„Oha, Alarm! Meine Aalrute hatte sich selbständig gemacht und rutschte ganz langsam den Uferhang hinunter auf das Wasser zu. Im letzten Moment und mit einer artistischen Showeinlage erwischte ich sie, verlor aber nun endgültig den Halt. Im gestreckten Spagat rutschte ich selber den Hang hinab und hielt erst an, als mein nach vorn gestrecktes Bein Grundberührung hatte. Mein Stiefel lief blubbernd voll, und meine Tochter stand vor Vergnügen quietschend auf der anderen Seite des Sieleinlaufs.“ (Seite 108/109)

Skurrile, witzige, sympathische und brummige Petri-Jünger begegnen uns in Claus Beeses humorvollen Kurzgeschichten. Der Untertitel „Katastrophales vom Angelwasser“ kommt nicht von ungefähr, denn wo Angler wie Claus, Bodo, Joachim, Opa Diercks, Hermann und der langsame Erich zugange sind, da ist das Chaos meist nicht weit.

Dabei entspringen die geschilderten Ereignisse nicht etwa der regen Phantasie des Verfassers! Die Helden gibt oder gab es wirklich. Sie haben die Abenteuer in diesem Buch auch tatsächlich erlebt – wenn der Autor sie auch mit dem Hauch eines anglerlateinischen Akzents erzählen mag.

Die Geburtshilfe
Was macht ein passionierter Angler, dem ein aufgeregter werdender Vater im Weg herumhüpft und ihm die Fische verscheucht? Er lenkt ihn ab. Opa Diercks hat da seine ganz eigene Methode …

Omas Meisterstück
Auch Mütter stecken voller Überraschungen. So hat Claus bis dato nicht geahnt, dass seine Mutti eine ausgezeichnete Anglerin ist. Das stellt sich erst bei einem gemeinsamen Urlaub heraus. Zum Glück für ihn können Mütter auch Geheimnisse bewahren …

Ein treuer Freund
In dieser Story wird es ganz schön unheimlich. Mitten in der Nacht fahren Claus, Bodo und Joachim flussabwärts in ein entlegenes Anglerparadies. Doch was den dreien dort begegnet, verdirbt ihnen den Spaß am Angeln gründlich …

Nur ein Osterei
Opa Diercks hat vergessen, dass Ostersonntag ist und ist angeln gegangen. Wie enttäuscht wird seine Frau sein, wenn er ohne Osterei nach Hause kommt! Undenkbar! Also muss eines her, gekocht und gefärbt. An kreativen Einfällen hat es dem alten Herrn zum Glück noch nie gemangelt …

Oma entkommt keiner
Fische fangen können Claus Ehefrau und seine Mutter sehr gut und tun es auch mit Leidenschaft. Nur wenn es ans Schlachten und Ausnehmen der Fische geht, lässt ihre Begeisterung rapide nach …

Elektrowürmer
Bei anhaltender Sommerhitze braucht der Angler schon ein paar Tricks um an die Tauwürmer zu kommen, die er als Köder braucht. Opa Diercks probiert es mit einem elektrischen Gerät der Marke Eigenbau. Doch beim Ersteinsatz kommt es zu einer folgenschweren Panne, die für Diercks bestimmt kein Vergnügen ist. Für den Leser umso mehr …

Stippfischer
Angelblei im Hobykeller basteln – eine gute Idee. Zumindest in der Theorie. Mit Maden statt mit Tauwürmern angeln – eine sehr gute Idee. Wenigstens in diesem Fall. Sich mit einer Gruppe gestandener Angler anzulegen: ein absolut dämlicher Einfall …

Alles kleine Fische
Wer sagt, dass es nicht auf die Größe ankommt? Erich mag ja nicht der Schnellste sein, aber um einen riesigen Hecht zu fangen, gibt er alles …

Dem Nachwuchs eine Chance
Dass es kein guter Einfall ist, ein Kleinkind mit zum Angeln zu nehmen, ist Claus schon klar. Aber dass es so chaotisch werden würde, das hätte er sich nicht träumen lassen …

Podderaale
Wenn man in stockdunkler Nacht aalepoddernd mitten im Schilf sitzt, sollte man sich die Zeit nicht unbedingt mit dem Erzählen gruseliger Geschichten vertreiben. Sonst wird der Angeltrip ratzfatz zum Horrortrip …

Ein wasserscheuer Nasenbär
Wie es kommt, dass Nichtschwimmer Hermann beim Hechtangeln auf einmal rittlings auf einem Ahornstamm sitzt und durch den herbstkalten Teich dümpelt, das ist eine Geschichte für sich …

Der Entenhecht
Womit ködert man einen Hecht, der Enten frisst? Genau! Mit einer Ente. Und wenn man gerade keine zur Hand hat, dann bastelt man sich eine. Claus geht frisch ans Werk mit allem was der Hobbykeller hergibt. Ob das wohl gut geht?

Mord kommt nicht in Frage
Auch wenn Claus’ Tochter mittlerweile dem Kleinkindalter entwachsen ist, ist es immer noch keine gute Idee, sie mit zum Angeln zu nehmen. Erst verschwinden seine Stiefel, dann seine Verpflegung. Doch es kommt noch schlimmer …

Boilies
Mit Boilies fängt man Karpfen. Und da Klaus keine von den „Fischpralinen“ mehr vorrätig hat, bereitet er kurzerhand selber welche zu. Dabei saut er zwar die frisch geputzte Küche ein, doch der Aufwand scheint sich zu lohnen. Zumindest Claus’ Frau fängt jede Menge Fische. Das kann doch nur an Claus’ selbst gemachtem Superspezial-Köder liegen! Oder?

Glücksfälle
Claus und Joachim sind am Angelplatz, doch die Wurmdose haben sie zu Hause vergessen. Was tun? Umkehren oder improvisieren? Improvisieren natürlich! Claus hat auch schon eine Idee …

Bei Thor und Odin und Vom Umtausch ausgeschlossen
Diese beiden Geschichten erzählen von einer weiteren Leidenschaft von Angler Claus: Er träumt von einem eigenen Motorboot um damit auf Dorschfang zu gehen und mit der Familie Wochenendtrips und Urlaubsreisen zu unternehmen. Kaum hat er eine schrottreife Motorjacht gekauft und mit viel Mühe und Aufwand in ein Schmuckstück verwandelt, ist die Familie auch schon aus dem Boot herausgewachsen. Ein größeres Boot müsste her. Doch dieser Wunsch ist nicht budgetkompatibel. Sind die Träume von Urlaub und Dorschfang mit dem eigenen Boot nun ausgeträumt …?

Nur ein Weihnachtsgeschenk
Was schenkt man einem leidenschaftlichen Angler zu Weihnachten? Claus’ Familie lässt sich in einem Angelladen fachmännisch beraten. Dabei kann nicht viel schief gehen, sollte man meinen. Warum der Laden am Schluss renovierungsbedürftig ist, das sollten Sie unbedingt selber lesen …

Die Leuchtpose
Ist man nachts als Raubfischer unterwegs, empfiehlt sich nicht unbedingt die Verwendung von Leuchtposen. Da kann man für den Fischereiaufseher ja gleich eine Leuchtreklame aufhängen: „Huhu, hier sind wir!“ Können sich Claus, Bodo und Joachim trotzdem unbemerkt aus der Affäre ziehen?

Rache ist süß
Was haben sie in den vergangenen Jahren vor dem Fischereiaufseher gezittert, Claus, Joachim und Bodo! Und jetzt stellt sich heraus, dass der angebliche Aufseher nur ein Wichtigtuer von eigenen Gnaden war und selbst recht eifrig als Fischwilderer unterwegs ist. Da ist doch eine kleine Revanche fällig! Wie gut, dass es den kreativen Tüftler Bodo gibt …!

***

Es ist genau so, wie es im Klappentext steht: „An Petrus’ starker Truppe haben garantiert nicht nur Angler Spaß, sondern auch deren leidgeprüfte bessere Hälften und sogar Menschen, die Angeln bisher für entsetzlich langweilig hielten. Das Gegenteil ist der Fall!“

Die Rezensentin, die noch nie in ihrem Leben angeln war, versichert Ihnen: Das Buch ist nicht nur etwas für Experten, es ist tatsächlich auch laientauglich. Was man an Fachwissen haben muss, um den Geschichten folgen zu können, wird kurz und unaufdringlich erläutert oder ergibt sich elegant aus dem Zusammenhang. Und so können sich selbst Mitmenschen, die Fische hauptsächlich aus der Dose kennen, köstlich über Elektrowürmer, Leuchtposen, Boilies & Co. amüsieren.

Ob Sie passionierter Angler, sachkundiger Angehöriger oder absoluter Laie sind: Wenn Sie das Buch irgendwo im öffentlichen Raum lesen, sollten Sie sich darauf gefasst machen, durch plötzliche Lachsalven aufzufallen und eventuell auf Ihre Lektüre angesprochen zu werden. Wenn das geschieht, dann nennen Sie Ihrem interessieren Gegenüber einfach freundlich den Buchtitel und den Namen des Verfassers. „Petrus’ starke Truppe“ kann man guten Gewissens weiterempfehlen.



Blumenstrauß – fotografiert konserviert
Oktober 13, 2009, 8:40 am
Filed under: Wahnsinn im Alltag

In einem Multikatzenhaushalt ist ein Blumenstrauß fehl am Platz. So schnell kann man gar nicht gucken wie die Viecher die Vase umgeschmissen haben, die Blüten rupfen und die Dekoration im Maul durchs Haus tragen. Also bleibt der Geburtstagsstrauß, den ich traditionell von einer Partnerfirma bekomme, im Büro.

Ich habe ihn fotografiert. Im Internet bleibt er damit schön frisch, auch wenn er im realen Leben längst „verwolken“ 😉 ist.

Geburtstagsstrauss1

Geburtstagsstrauss2

Im Hintergrund mein Katzenkalender, ein Geburtstagsgeschenk aus dem Vorjahr. – Hallo, Ute W.! – Die Katze auf dem Bild ist fast so schön wie unser Cooniebert …



Especially for Sanna
Oktober 13, 2009, 8:37 am
Filed under: Wahnsinn im Alltag

Hi, Sanna,

I know you are checking my blog, though you don’t read German. It might sound crazy, but does make sense: If I’m blogging, I’m still alive, even if I do not find time to get in touch with my friends and relatives.

Thanks a lot for your letter! I’m always happy to hear from you. And the nice black cat birthday card now is decorating the wall of my office.

Geburtstagskarte

You’ll hear/read from me soon, I promise!

PS: Those readers who might speak a much better English than I do may or may not laugh. Even if English is neither Sanna’s nor my native language it serves us well as a „common denominator“ – for about 33 years now.



Street-Art? Pflasterkunst?
Oktober 11, 2009, 12:52 pm
Filed under: Wahnsinn im Alltag

Auf meinem Weg zur Arbeit bin ich buchstäblich über dieses dekorative Muster auf dem Straßenpflaster gestolpert. Nanu? Das war doch vorher nicht da? Moderne Pflasterkunst? Street-Art?

Street-art1

Dann dämmerte es mir: Nein, kein Kunstprojekt: Straßenarbeiten! Das abstrakte Muster war vorher ein Fahrradweg-Symbol wie dieses hier:

Street-art2

Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten, als man die Knochensteine wieder zurück auf die Straße expediert hat, ist aus dem Symbol ein schickes Mosaik geworden.