Wahnsinn im Alltag


Die schönen Seiten des Novembers

Zum Glück besteht der November nicht nur aus Pisswetter und Düsternis. Es gibt auch sonnige Tage wie die am vergangenen Wochenende.

Christrosen und Chrysanthemen im Garten meiner Eltern.
Die Christrosen wachsen neben unserem Briefkasten, seit ich zurückdenken kann. Die hat noch meine Mutter, wenn nicht gar meine Großmutter gepflanzt.

Chrysanthemen hatten wir früher, als meine Mutter noch lebte, in Gelb und Weiß, Rosa und Rostrot. Die rostroten hatten für mich immer was Asiatisches. Ich nehme an, dass ich irgendwann mal in meiner Kindheit ein asiatisches Kunstwerk gesehen habe, auf dem solche Chrysanthemen abgebildet waren. Wie sonst käme ich darauf?

Jetzt ist von all der Farbenpracht noch eine einzige gelbe Chrysantheme übrig.

Das wird heute wohl für eine Weile der letzte Sonntagsspaziergang bei Sonnenschein gewesen sein. Deshalb bin ich noch Mal mit der Kamera losgezogen.

Stadtbahnschienen

Allee im Scharnhauser Park

Ein Firmengebäude …
… mit und ohne Herbstblätter

Bunte Blätter



November-Impressionen
November 2, 2010, 12:51 pm
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Nein, noch keine November-Depressionen. Die können noch kommen, sobald das Wetter beschissener wird und man wieder im Finstern zur Firma schleicht und um Finstern wieder heim. Jetzt schaut alles noch so schön sonnig und golden aus. Jedenfalls am Wochenende war das so.

Blätter in Gold …

… im Garten

… auf dem Schulhof in Heumaden

… an der Friedhofskapelle

Ein Kürbis im Garten. Den hat, passend zum herbstlichen Thema, unser Nachbar Herr Sommer geschnitzt und dort platziert.

Friedhofs-Ansichten

Kater-Ansichten. Cooniebert findet den Herbst, zumindest ansatzweise, zum Gähnen.



Schwäbische Jahreszeit ohne Vokal: Hrbscht
Oktober 12, 2010, 7:07 am
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Da wundern sich die Leut’, dass wir Südstaatler unfallfrei den Namen der Insel Krk aussprechen können! Wo wir selber Wörter haben, die ganz ohne Vokal auskommen: „Herbst“ hört sich doch im Schwäbischen wir „Hrrrbscht“ an. Zumindest bei uns in der Gegend.

Wie man die Jahreszeit auch spricht: allerhand Herbsttypisches habe ich am Wochenende gesehen. Zum Beispiel Kürbisse, die direkt neben der Landstraße zum Verkauf angeboten werden. Diese Trümmer kann man getrost dort liegen lassen. So leicht sind die ja nicht zu klauen.

Bunte Blätter und bunte Dahlien:

Irgendwas Kohlartiges. Schaut gut aus im Gegenlicht, aber essen würd ich’s nicht. Mit dem Kohldgedöns hab ich’s generell nicht so.

Schwarze Beeren:

Kuschelnde Katzen:

Und der Ausblick vom heimischen Balkon ist auch nicht schlecht. Aussicht mit Indie:



Kastanien, waschbar bis 40 Grad
Oktober 6, 2010, 7:06 am
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„Was um Himmels Willen tut da solche Schläge in meiner Waschmaschine?“, habe ich mich dieser Tage gefragt. Ich hatte doch alle Hosentaschen penibel geleert, da konnte nichts mehr drin sein, was klappert und rumpelt.

Denkste!

Als ich die Waschmaschine nach Ablauf des Waschgangs ausräumte, waren Kastanien in der Trommel. Wie die ja hineingeraten waren? Da hab ich unseren Jungkater Indie in Verdacht, der die Dinger dauernd durch die Gegend pfeffert oder von A nach B trägt. Ich denke, er hat zwei davon in den Waschkorb expediert, wie auch immer, und ich habe sie unbemerkt mitgewaschen. Hat ihnen aber anscheinend nicht geschadet, sie sehen aus wie neu.

Was haben Kastanien eigentlich an sich, dass Menschen im Alter zwischen 5 und 85 nicht an einem entsprechenden Baum vorbeigehen können, ohne sich nach einer Kastanie zu bücken, sofern sie körperlich in der Lage sind, dies zu tun? Irgendwas geht von diesen runden, rotbraun schimmernden Dingern aus …

Bleiben wir bei Herbstlichem: Jetzt müsste doch auch bald der Mais geerntet werden!

Und hier noch ein Baum und sein Schatten. Ich stand an der Stadtbahnhaltestelle rum, er stand da rum … also hab ich ihn kurz fotografiert.



Von Äpfeln bis Zigarren
September 17, 2010, 8:27 am
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Mein Bild vom Herbst ist anscheinend überwiegend essbar. Das ist mir aufgefallen, als ich die wunderschönen Herbstblumenfotos einer Freundin gesehen habe. Blumen sind bei mir eher selten auf dem Bild. Dafür aber Äpfel, Mais und Tomaten. Ich bin ein Landei und werde eins bleiben.

So makellos wie die im Laden sind diese Äpfel nicht.

Die Kastanien rüsten sich auch schon zum Absprung.

Der Mais braucht noch ein bisschen Zeit.

Mit den Tomaten ist’s heuer nicht weit her. Grüne gibt’s genügend. Aber rote?

Die „Zigarren“ sind auch schon fertig. Wie heißt die Pflanze eigentlich richtig? Schilf?

Und hier noch ein Foto von den Landschaftstreppen im Scharnhauser Park. So ziemlich die einzige Stelle dort, bei der man sicher sein kann, dass sie keinen Häuserblock hinbauen. Oder zwei oder drei oder drölf.



Herbst wird’s …
August 30, 2010, 7:18 am
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… die Kastanien reifen und die Katzen kuscheln sich zu dritt auf einen Sessel, obwohl es ausreichend Schlafmöglichkeiten für sie gibt. Das gibt warm. Am Samstag wurde im Supermarkt die Aktionsfläche für die Weihnachtsware freigeräumt. Und im Büro hab ich die Heizung aufgedreht.

Das mit den Kastanien ist ja noch okay, aber der Rest? Hey, Kinder, was soll der Quatsch? Es ist AUGUST!



Von Pflanzen, Farben und Hasen

Die Farben des Herbstes

Ob ich den Herbst mag, wurde ich neulich in einem Internetforum gefragt. Abgesehen von der Stress-Hochsaison im Job, anhalternder Dunkelheit und Pisswetter, doch, schon. Wenn’s denn mal Tag ist, mag ich das Licht und die Farben, die Pflanzen und den Geruch auf den Feldern.

Filderebene

Die Filder-Ebene

Kuerbisbluete

Kürbisblüten am Feldrand

Maisfeld

Ein Maisfeld neben der Stadtbahn-Strecke

Maiskolben

Maiskolben

Vogelbeeren

Vogelbeeren

Kunst im Park

Die Sitz- und Flitzhasen, ein Skulpturenensemble aus glasfaserverstärktem Kunststoff und Stahl auf Fundamenten, wurden von der Stuttgarter Künsterlin rosalie (geb. 1953) für die Landesgartenschau Ostfildern 2002 geschaffen.

Rosalies Langohren erinnern an die Feldhasen, die es früher häufig im Scharnhauser Park gab. Die Hasenfiguren ähneln Comicfiguren. Für ihre künstlerischen Arbeiten benutzt Rosalie prinzipiell Materialien und Farben aus unserer Zeit.

Sitzhase: ca. 2,4 m x 2,3 m x 0,8 m
Flitzhase: ca. 2,2 m x 3,1 m x 0,6 m
Karotte: ca. 7,0 m x 1,4 m.

Sitzhasen01

Sitzhasen02

Dummerweise wurde das Kunstwerk seinerzeit innerhalb des Landschaftsschutzgebietes „Mittleres Körschtal“ aufgebaut, warum auch immer, und konnte dort auf Dauer nicht bleiben.

Über mehrere Jahre hinweg lief die Diskussion zwischen der Stadt, der Naturschutzbehörde des Landkreises und den Naturschutzverbänden: Können die Hasen aus Kostengründen nicht doch da stehen bleiben? Wenn nicht: Müssen sie ganz weg oder kann man sie versetzen? Im Sommer 2008 hat man die Skulpturengruppe dann ein paar hundert Meter weiter nach Süden umgesiedelt. Jetzt stehen sie außerhalb des Landschaftsschutzgebiets.

Der Hasenumzug hat, laut Presse, rund EUR 21.000,- gekostet.

Sitzhasen03

Sitzhasen04

Sitzhasen05

Sitzhasen06

Eine Siebenmetermöhre