Wahnsinn im Alltag


Ruth Reuter (Text), Maren Frank (Illustration): Der Schneemann – Kindermalbuch
Oktober 5, 2010, 2:16 pm
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Ruth Reuter (Text), Maren Frank (Illustration): Der Schneemann – Kindermalbuch, Wien 2010. Edition Schreiblöwe, ISBN 978-3-902574-26-8, 22 Seiten, Softcover, Format: 20,5 x 29,6 x 0,3 cm, EUR 5,90

Was macht der Schneemann, wenn ihm die Welt so gut gefällt, dass er im Frühjahr nicht einfach wegschmelzen will? Er sucht sich ein garantiert kaltes Sommerquartier. Ob Peter Pans Nimmerland ein möglicher Sommersitz wäre? Oder der Nordpol? Aber vielleicht gibt es ja auch ein passendes Ziel, das nicht ganz so weit entfernt liegt.

Der Schneemann schnappt seinen Besen und macht sich per Anhalter auf den Weg. Aber kein Autofahrer hält an, weil niemand Lust hat, mit dem nassen Passagier den Beifahrersitz zu beschmutzen. Doch als ein Fahrer die Tür seines Kühlwagens offen stehen lässt, während er Ware ausliefert, nutzt der Schneemann die Gunst des Augenblicks und steigt ein.

Der Kühlwagen bringt ihn in ein Kühlhaus. Dort ist es zwar angenehm kalt, aber leider auch sehr einsam, und der Schneemann sehnt sich nach einer Schneefrau. Wird es für ihn ein Happy End geben?

Eine sympathische Geschichte, bei der man dem Kind vielleicht doch das eine oder andere erklären muss, sobald das Thema „Schneefrau“ ins Spiel kommt. Doch keine Angst – Aufklärung ist hier nicht das Thema! 😉 Der erklärungsbedürftige Begriff lautet „Gleichberechtigung“. Und der dürfte einen Erwachsenen ja kaum in Verlegenheit bringen.

Ob die Kinder es wohl aushalten werden, den großen weißen Schneemann auch wirklich weiß zu lassen? Oder ob’s hinterher pinkfarbene, blaue, gelbe, grüne oder in allen Regenbogenfarben gemusterte Schneemänner gibt? Das wäre vielleicht nicht ganz im Sinne der beiden Macherinnen dieses Malbuchs – aber es wäre kreativ. Und das dürfte Ruth Reuter und Maren Frank wiederum gefallen. Kinder fragen da sowieso nach nichts, sie malen spontan und nach dem Lustprinzip.

Es könnte auch sein, dass der eine oder andere kleine Malbuch-Besitzer gegen Ende des Winters den örtlichen Tiefkühlkosthändler fragt, ob dieser nicht seinen Schneemann über den Sommer mit ins Kühlhaus nehmen könne … Dann verkneifen Sie sich am besten das Lachen und erzählen dem „Eismann“ von diesem Buch …

Können Kinder der großen weißen Fläche widerstehen oder werden sie ihren Schneemann in allen Regenbogenfarben anmalen?

Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
     
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Heide John: Wir sind die Waldens – Ponychaos hoch 7
September 15, 2010, 3:30 pm
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Heide John: Wir sind die Waldens – Ponychaos hoch 7, für Kinder ab 8, Würzburg 2010, Arena Verlag GmbH, ISBN 978-3-401-45393-4, Hardcover, 208 Seiten, Einband und Illustrationen: Elke Broska, Format: 17,5 x 21 x 2,1 cm, EUR 12,95.

5 Kinder haben der Graphikdesigner Claas Walden und seine Frau Rena:
Lasse, 18, ist meist mit seinen Freunden unterwegs und nur noch selten zu Hause.
Lennart, 16, vergisst alles um sich herum, wenn er kocht.
Finn, 14, ist der Künstler und Scherzkeks der Familie:er verübt gern Streiche und versteht etwas vom Graffiti-Sprayen.
Thiess, 13, hat am liebsten seine Ruhe und ein spannendes Buch.
Rieke, 10, das einzige Mädchen, liebt Pferde und vor allem ihr Haflinger-Pony Balduin.

„Zwergenpalast“ nennen die Waldens liebevoll das kleine Häuschen in Rendsburg, in dem sie gemütlich aber recht beengt wohnen. Doch nun ist Mutter Rena wieder schwanger – mit Zwillingen. Und damit die zwei neuen Waldens weder im Bad einquartiert werden müssen, wie Thiess vorschlägt, noch in der Rumpelkammer, wie Finn meint, steht ein Umzug an.

Opa Peter, Claas’ Vater, bewohnt ganz allein den Waldenhof in einem kleinen Ort an der Nordsee. Na ja, „allein“ ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort: Als Tierfreund und Tierschützer betreibt er so etwas wie einen Gnadenhof. Er hat ein Pferd und ein Pony, die Ziege „Frau Doktor“, zwei Schafe und Laufenten „Bürger“ und „Meister“, die so heißen, weil sie sich stets so wichtig schnatternd in den Vordergrund drängen wie manch ein Lokalpolitiker. Eine Oma Walden gibt es nicht, dafür Opas Lebensgefährtin Babette, eine Künstlerin, die allerdings nur zeitweise auf dem Hof lebt.

Und jetzt muss der Hof noch 9 weitere Waldens samt Pony Balduin verkraften. Opa Peter sieht da kein Problem, Zimmer gibt’s auf dem Anwesen ja genügend. Also ziehen Claas, Rena und die Kinder in den Sommerferien ein.

Opa Peter ist schwer in Ordnung, trotz merkwürdiger Haartracht, schriller Klamotten und der Tatsache, dass er darauf besteht, von seinen Enkeln „Peter“ genannt zu werden. Für „Opa“ fühlt er sich noch viel zu jung.

Für die Waldenbrüder ändert sich das Leben durch den Umzug kaum. Sie haben lediglich einen weiteren Weg zu ihrer bisherigen Schule und zu ihren Freunden. Rieke dagegen wird nach den Sommerferien auf ein wohnortnahes Gymnasium wechseln und neue Freunde finden müssen. Der gleichaltrige Nachbarsjunge Tjorven Schumacher kommt dafür definitiv nicht in Frage. Seine Mutter ist supernett, aber der Junge ist ein ewig mürrischer und patziger Flegel, auch wenn man sich ihm noch so freundlich nähert. Keines der Waldenkinder kann ihn leiden. Und mit Ausnahme seiner Mutter anscheinend auch sonst niemand.

Jetzt kommt auch noch tierischer „Familienzuwachs“ auf den Hof! Opa Peter bekommt drei Notfall-Pferde die aus schlechter Haltung gerettet wurden: eine abgemagerte Friesenstute, einen scheuen Schimmelwallach und ein drei Monate altes schwächliches Fohlen, das man von Hand aufziehen muss.

Rieke kümmert sich liebevoll um das Fohlen, dem sie den Namen Fietje gibt. Und sie widmet ihm so viel Aufmerksamkeit, dass sich ihr eigenes Pony, Balduin, dadurch vernachlässigt fühlt und einen geradezu deprimierten Eindruck macht. Wie soll Rieke nur beiden gerecht werden? Ihr Bruder Thiess hat da eine Idee …

Die neue Stute macht keine Probleme, Finn darf sie sogar reiten. Nur der Schimmelwallach Goliath scheint ein hoffnungsloser Fall zu sein. Niemand darf ihn anfassen, ja man darf nicht mal in seine Nähe kommen, ohne dass er durchdreht. Da trifft es die Geschwister Walden besonders hat, dass ausgerechnet Tjorven, der unsympathische Nachbarsjunge, einen Draht zu Goliath hat. Das kann Finn unmöglich auf sich sitzen lassen! Er begeht einen verhängnisvollen Fehler – und das ausgerechnet jetzt!

Keine Minute ist es langweilig bei den sympathisch-trubeligen Waldens, und selbst als Erwachsener wäre man gerne mittendrin. Jeder in der Familie lässt dem anderen seine Marotten und Eigenarten, und wenn Mama nun mal keinen Kuchen backen kann und schrille Klamotten näht, die außer dem unkonventionellen Schwiegervater niemand tragen will, dann ist das eben so. Das wird allenfalls liebevoll bespöttelt, aber ansonsten respektiert. Genauso wie Opa Peters Tierschutz-Aktivitäten, die ihn manchmal an seine Grenzen bringen. Oder Papa Claas’ Leidenschaft für Eishockey, die keiner in der Familie versteht oder gar teilen kann. Hier darf jeder so sein wie er ist – so lange bestimmte Regeln eingehalten werden, die ein faires Miteinander ermöglichen. Und so sind die Waldens ein fröhlicher und leicht chaotischer Haufen mit einem großen Herz für Mensch und Tier.

Was unfaire und respektlose Behandlung bei einem Menschen anrichtet, das sieht man am Nachbarsjungen Tjorven, der sich dadurch zu einem permanent pampigen Griesgram entwickelt hat. Aber vielleicht lässt er sich ja irgendwann von der offenen und positiven Stimmung im Hause Walden mitreißen.

Dieses liebevoll gestaltete Buch kann man guten Gewissens LeserInnen ab 8 in die Hand geben. Man muss nur damit rechnen, dass sie sich nach der Lektüre sechs Geschwister und einen Bauernhof wünschen, mit Pferden, Ponys, Ziegen, Schafen und Enten. (Und am besten noch mit einem Opa Peter – den aber ohne kratzigen Bart.) Dass Tiere nicht nur zum Spielen und Streicheln da sind, sondern dass ihre Versorgung auch Verantwortung bedeutet und Arbeit macht, das erleben sie bei Rieke und ihren Ponys.

Die Illustratorin Elke Broska hat die Geschichte sehr genau gelesen und jeden der menschlichen und tierischen Helden so dargestellt, wie die Autorin sie beschrieben hat. Die Accessoires, die sie den Personen auf dem Cover in die Hand drückt, haben alle ihre Berechtigung. Dass Tiere bei den Waldens immer mit zur Familie gehören, hat sie richtig erkannt: Man beachte das überzählige behaarte Beinpaar am oberen Cover-Rand. 😉

Bei so vielen Kindern und so vielen Tieren wären noch jede Menge weiterer Abenteuer denkbar. Ob die liebenswerten Chaoten vom Waldenhof wohl Serienhelden werden? Das Zeug dazu hätten sie.

Die Autorin
Heide John lebt in Köln. Nach dem Studium der Germanistik arbeitete sie als freie Journalistin, Redakteurin und Lektorin. Seit 2001 schreibt sie Bücher für Kinder und Erwachsene.

Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
     
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Maren Frank: Tanjas Traumkatze – Kinderbuch (ab 8)

Maren Frank: Tanjas Traumkatze. Westeregeln 2010, Codi-Verlag Verlag Constanze Mendig, ISBN 978-3942312-06-6, Softcover, 102 Seiten, mit s/w-Illustrationen der Autorin, Format: 14,7 x 20,7 x 0,7 cm. EUR 9,95, Bestellung z.B. über http://www.codiverlag.com/41331.html

Die 10-jährige Tanja Schuster hat einen Herzenswunsch: Sie möchte gerne eine Katze. Doch bisher hat ihre Mutter das immer abgelehnt: zu viel Zeitaufwand, zu hohe Kosten. Als allein erziehende Mutter mit dem bescheidenen Verdienst einer Supermarkt-Kassiererin hat Ellen Schuster wirklich keinen Spielraum für unnötige Ausgaben. So entpuppt sich auch das vermeintliche „Katzenklo“, das Tanja wenige Tage vor ihrem 11. Geburtstag hübsch verpackt in Mutters Auto entdeckt, leider nur als Verpackung für eine Plüschkatze. Tanja ist sehr enttäuscht.

Doch dann beschert ihr das Schicksal ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk: Auf dem Heimweg von Freundin hört Tanja ein jämmerliches Miauen und rettet eine weiße Langhaarkatze, die sich in den Ranken einer Dornenhecke verfangen hat. Tanja nimmt das Tier erst einmal mit nach Hause und versorgt es mit dem Nötigsten.

Einfach behalten darf sie die Katze nicht, denn ihre Mutter weist mit Recht darauf hin, dass so ein edles und gepflegtes Tier garantiert einen Besitzer hat, der es verzweifelt sucht. Und sie setzt alle Hebel in Bewegung, um diesen Besitzer zu finden. Bis jemand kommt und Anspruch auf die weiße Katze erhebt, darf das Tier jedoch bleiben.

„Avelin“ nennt Tanja ihre neue Mitbewohnerin, weil sie meint, diesen Namen aus dem Schnurren der Katze herausgehört zu haben. – Eine Katze, die ihren Namen schnurrt? Tanjas Mutter kann es nicht glauben. Doch Avelin ist in jeder Hinsicht eine besondere Katze: In dieser Nacht erscheint sie Tanja im Traum und nimmt sie mit ins Katzenkönigkreich Anjulistan, wo sie die rechtmäßige Herrscherin ist.

Tanja ist fasziniert vom Königreich, seinen Bewohnern und dem prachtvollen Palast. Und was das allerbeste ist: Im Traumreich Anjulistan kann Avelin die Menschensprache sprechen! Und so erfährt Tanja, dass ihre Gefährtin sozusagen im Asyl auf der Erde lebt. Die böse Malogga hat ihr den Königsthron streitig gemacht und Avelin aus Anjulistan vertrieben. Nur im Traum kann die gestürzte Katzenkönigin in ihre Heimat zurückkehren. Und natürlich liegt ihr viel daran, die Herrschaft über ihr Königreich wieder zu erlangen.

Von da an kann Tanja es gar nicht mehr erwarten, dass es Nacht wird und sie wieder vom Katzenkönigreich träumen kann. Dort kann sie über einen Regenbogen laufen, durch Wände gehen und mit Leichtigkeit schwere Felsen heben. Und sie trifft auf faszinierende Geistwesen, die normalerweise unsichtbar sind, aber jede beliebige Form annehmen können.

Sind diese geheimnisvollen Wesen tatsächlich in der Lage, Avelin wieder zu ihrem Königsthron zu verhelfen? Und was passiert, wenn es klappt und Avelin für immer nach Anjulistan zurückkehrt? Ist Tanja dann wieder katzenlos? Avelin kann ihr zumindest versprechen, dass sie nicht ohne Abschied gehen wird und auf jeden Fall rechtzeitig vor ihrer Rückkehr Bescheid sagt. Doch daran mag Tanja noch gar nicht denken.

Als Tanja von einem Einkaufsbummel mit ihren Freundinnen nach Hause kommt und die weiße Katze nicht auffindbar ist, kann das nur eines bedeuten: Avelin ist etwas zugestoßen! Verzweifelt machen sich Tanja, ihre Freundinnen und ihre Mutter auf die Suche nach dem verschwundenen Tier. An gänzlich unerwarteter Stelle findet Tanja schließlich eine heiße Spur von Avelin …

„Tanjas Traumkatze“ ist zunächst einmal eine Abenteuergeschichte auf zwei Ebenen: Im Traum und in der Realität erleben das Mädchen und die Katze allerhand Spannendes und Aufregendes. Doch darüber hinaus geht es auch um Themen wie Freundschaft und Zusammenhalt, um Liebe und Loslassenkönnen, und darum, dass es möglich ist, nach dem Ende einer Beziehung wieder eine neue eingehen zu können.

Diese Botschaften sind „organisch“ und unaufdringlich in der Geschichte verpackt, und wenn bei den jungen LeserInnen nur ein Bruchteil davon ankommt, haben sie etwas Wichtiges fürs Leben gelernt. Was sie auf jeden Fall haben: ein liebevoll gestaltetes Buch, das ihnen ein spannendes und phantasievolles Lesevergnügen bietet.

Was die Illustrationen angeht, bin ich als Rezensentin zugegebenermaßen nicht sehr objektiv. Denn für eines der Bilder haben mein Kater Cooniebert und ich „Modell gestanden“. Das heißt, ein Foto von uns hat Maren Frank als Inspiration für ihre Zeichnung gedient:

Die Autorin/Illustratorin
Maren Frank wurde 1977 in Wanne-Eickel geboren. Schreiben ist ihre große Leidenschaft. Unter anderem verfasst sie, teils unter Pseudonym, Liebesromane für verschiedene Verlage.

Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com
     
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Rezension gedichtet, Texter nicht ganz dicht.
Oktober 9, 2009, 5:22 pm
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Dieser Tage ist mir eingefallen, dass ich vor einem Jahr mal für Amazon eine komplette Buchrezension in Reimform geschrieben habe. Eine vollkommen bescheuerte Idee, die mich ansprang, weil in der „Karatehamster“-Buchreihe von Tina Zang immer die Kapitelüberschriften gereimt sind und weil der Titelheld der Buchreihe einen Gedichtefimmel hat.

Ja, ich weiß, die Amazonen haben ihre Texte gerne exklusiv. Wenn sie sich beschweren, dass ich den Text hier auch hier veröffentliche, dann nehme ich ihn halt wieder raus. Allerdings gehe ich davon aus, dass sie sich um solche Kinkerlitzchen nicht kümmern, weil sie ohnehin genug zu tun haben.

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Tina Zang: Der Karatehamster hebt ab. München 2008, arsEdition GmbH, ISBN 978-3-7607-3276-3, Hardcover, 152 Seiten, Format: 15 x 21,6 x 1,8 cm, Titelbild und Illustrationen: Claudia Fries, besondere Ausstattung: Plüschfell auf dem Cover, EUR 8,95, ab 8 Jahren.

Ein flugerprobter Hamstermann, der dichten und Karate kann

Kira heißt das kluge Kind,
bei dem drei Hamster heimisch sind.
Den Sinn des Lebens suchen sie.
Das machen Hamster doch sonst nie!
Den Hamstern ist das ganz egal.
Sie waren eins noch nie: normal.

Chan pflegt seinen Körperspeck,
Fressen ist sein Lebenszweck.
Weichei Lee ist Philosoph,
gerne krank und manchmal doof.
Neo liebt ganz ungeheuer
Sport, Karate, Abenteuer.

Wer ist von den Menschen wichtig?
Kira, ihr Freund Jan, und richtig:
Petra vom Geschenke-Shop.
Diese Frau ist einfach top!
Sie hilft immer, wenn sie kann,
hat ein einen Hamster, Hund und Mann.

Ein Spielzeugladen in der Stadt
wird Opfer einer bösen Tat:
Drei Jungen treiben Schabernack,
mit einer Dose blauem Lack.
Sie sprühen diesen Laden an
und machen sich vom Acker dann.

Schon folgt die nächste Missetat
der Bande, was nun Folgen hat:
In einem Flugzeug, ferngesteuert,
sitzt Hamster Neo. Wie bescheuert!
Er fühlt sich tollkühn als Pilot.
Das Ding stürzt ab, fast ist er tot.

Und was das Allerschlimmste ist
beim sinnlosen Vandalen-Mist:
Ein Täter ist nicht nur bekannt,
er vielmehr sogar verwandt.
Neo sieht zu seiner Schande
Kiras Bruder in der Bande!

So kann das doch nicht weitergehn!
Irgendwas muss hier geschehn!
Wie spuckt man dieser Blaumanngruppe
nur am besten in die Suppe?
Sie auf frischer Tat erfassen
und für die Schäden blechen lassen!

Bei ‚nem Termin mit Petras Kunden
scheint die Lösung dann gefunden:
Sein Hamster soll Patrouille fliegen
und so die Blaumannbande kriegen.
In ein MODELLFLUGZEUG soll ich?“
Der Teddyhamster weigert sich.

Und Neo, Chan und Lee ist klar,
dass der schon immer dämlich war.
Nur Petras Hamsterfrau Marie
führt sich auf wie sonst noch nie.
Da sind die Hamster von den Socken:
Mariechen mag den Depp mit Locken!

Wer soll denn nun ins Flugzeug steigen,
den Sprühern mal die Meinung geigen?
Abenteurer Neo nun
weiß, das muss er selber tun,
als flugerprobter Hamstermann,
der dichten und Karate kann.

Wird er sich die Bande krallen?
Wird er aus dem Cockpit fallen?
Weiß man am Ende dieser Tat
welchen Sinn das Leben hat?
Was macht die Hamsterfrau Marie?
Wen der Jungs bevorzugt sie?

So, das ist es nun gewesen.
Wer’s wissenwill, soll selber lesen.
Und sagt sich einer: Wie abnorm,
,ne Rezi in gereimter Form!“,
entgegne ich: Warum denn nicht?
Auch Neo schreibt gern ein Gedicht.“