Wahnsinn im Alltag


Schwäbische Jahreszeit ohne Vokal: Hrbscht
Oktober 12, 2010, 7:07 am
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Da wundern sich die Leut’, dass wir Südstaatler unfallfrei den Namen der Insel Krk aussprechen können! Wo wir selber Wörter haben, die ganz ohne Vokal auskommen: „Herbst“ hört sich doch im Schwäbischen wir „Hrrrbscht“ an. Zumindest bei uns in der Gegend.

Wie man die Jahreszeit auch spricht: allerhand Herbsttypisches habe ich am Wochenende gesehen. Zum Beispiel Kürbisse, die direkt neben der Landstraße zum Verkauf angeboten werden. Diese Trümmer kann man getrost dort liegen lassen. So leicht sind die ja nicht zu klauen.

Bunte Blätter und bunte Dahlien:

Irgendwas Kohlartiges. Schaut gut aus im Gegenlicht, aber essen würd ich’s nicht. Mit dem Kohldgedöns hab ich’s generell nicht so.

Schwarze Beeren:

Kuschelnde Katzen:

Und der Ausblick vom heimischen Balkon ist auch nicht schlecht. Aussicht mit Indie:



Geschenke!

Freunde und Bekannte wissen es: Ich gehöre jetzt offiziell zum Club der alten Säcke und Säckinnen. Ich wurde am Samstag 50.

Hab ich nun endlich eine gültige Ausrede dafür, die klein gedruckten Werbepläne im Job nicht mehr lesen zu können und mich bei neu zu erlernenden Computerprogrammen dämlich anstellen zu dürfen? Möglicherweise, aber es wird mir nicht viel nutzen.

Geschenke gab’s! Ein paar muss ich euch zeigen!

Die Hühner, die grüne Eier legen und gelegentlich Zier- und Nutzgarten der Hausherrin verwüsten, kommen ab und zu in den Kinderbüchern von Edmund Schauer vor: http://www.atq.at.

Dass Hennen über Blumen und Salat gehen und alles kurz und klein scharren, das weiß ich. Aber dass sie grüne Eier legen können, das wusste ich nicht. Immer wieder haben der Autor und ich uns über die spezielle Rasse und ihre Erzeugnisse unterhalten. Jetzt hab ich sie live und in Farbe hier stehen, ein paar Original grüne Hühnereier aus Österreich – von Agent Coopers Hennen. (Der Karton mit der Holzwolle wurde umgehend verräumt. Wenn Kater Indie den in die Finger gekriegt hätte, hätten wir wahrscheinlich umziehen müssen. Holzwolle allüberall!)

Dass die grünen Eier an meinem Geburtstag kamen, war Zufall.

Zufällig gepasst hat’s auch mit dem gläsernen Katzenviech, das jetzt bei uns an der Wohnzimmerlampe hängt. Das hätte ich auch ohne Geburtstag geschenkt bekommen. Es gibt einfach Leute, die sind Spontan-Schenker und haben keine Lust, auf offizielle Termine zu warten.

Man beachte die dekorativen Ringelsocken! 😀

Erst hatte ich die Katze an der Lampe direkt über unserem Wohnzimmertisch hängen, in der irrigen Meinung, Kater Indie käme da nicht dran. Als ich gerade den Fotoapparat im Anschlag hatte, bewegte sich das Motiv mit Schmackes aus dem Fokus. Indie machte Männchen auf dem Wohnzimmertisch und boxte nach seinem gläsernen Artgenossen. Also hab ich umdekoriert.

Der Mann hat messerscharf erkannt: „Das ist ja eine Weihnachtskugel! Jetzt stell dir mal einen ganzen Baum mit solchen Viechern vor!“ Wir mussten grinsen. Wär’ schon witzig. Nur haben wir halt nie einen Weihnachtsbaum.

Und dann hab ich noch von einer guten Freundin ein ganz persönliches Notizbuch bekommen. Ich krieg ja die Krise mit Zettelwirtschaft und habe privat und beruflich immer irgendwelche Notizbücher in Gebrauch. Da kommt von Besprechungsnotizen bis zu Rezensionsmanuskripten alles rein, was ich nicht verschlampen sollte. Dieses Buch hier könnte ich getrost überall in der Firma liegen lassen, man würde es mir hinterhertragen, denn es macht in Wort und ganz Bild unmissverständlich klar, wem es gehört.



Kastanien, waschbar bis 40 Grad
Oktober 6, 2010, 7:06 am
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„Was um Himmels Willen tut da solche Schläge in meiner Waschmaschine?“, habe ich mich dieser Tage gefragt. Ich hatte doch alle Hosentaschen penibel geleert, da konnte nichts mehr drin sein, was klappert und rumpelt.

Denkste!

Als ich die Waschmaschine nach Ablauf des Waschgangs ausräumte, waren Kastanien in der Trommel. Wie die ja hineingeraten waren? Da hab ich unseren Jungkater Indie in Verdacht, der die Dinger dauernd durch die Gegend pfeffert oder von A nach B trägt. Ich denke, er hat zwei davon in den Waschkorb expediert, wie auch immer, und ich habe sie unbemerkt mitgewaschen. Hat ihnen aber anscheinend nicht geschadet, sie sehen aus wie neu.

Was haben Kastanien eigentlich an sich, dass Menschen im Alter zwischen 5 und 85 nicht an einem entsprechenden Baum vorbeigehen können, ohne sich nach einer Kastanie zu bücken, sofern sie körperlich in der Lage sind, dies zu tun? Irgendwas geht von diesen runden, rotbraun schimmernden Dingern aus …

Bleiben wir bei Herbstlichem: Jetzt müsste doch auch bald der Mais geerntet werden!

Und hier noch ein Baum und sein Schatten. Ich stand an der Stadtbahnhaltestelle rum, er stand da rum … also hab ich ihn kurz fotografiert.



Vom Sinn rosaroter Kinderwagen

Worüber man sich nicht alles Gedanken macht, wenn man irgendwo dumm rumsitzt und nichts Besseres zu tun hat als Leute zu beobachten! In einem Restaurant an unserem diesjährigen Urlaubsort fiel mein Blick auf eine junge Mutter mit einem rosaroten Kinderwagen. Das Kind war auch ganz in Pink gewandet, also schlussfolgerte ich messerscharf: Es ist ein Mädchen.

Als praktischer Mensch fing ich an zu überlegen: Kauft man jetzt schon Kinderwagen passend zum Geschlecht? Und wenn das nächste Kind ein Junge ist, was macht man dann? Kann man die Karre irgendwie umspritzen lassen und die „Weichteile“ des Fahrzeugs austauschen? Denn ein kleiner Bub wird ja sicher einen blauen Kinderwagen haben müssen. Den kann man doch nicht in so eine rosafarbene Kitschkutsche legen, man kommt ja nicht mehr aus dem Erklären heraus: „Nein, das ist kein Mädchen, das ist ein Junge. Er trägt nur den rosaroten Kinderwagen seiner älteren Schwester(n) auf.“

Oder stellt man die pinkfarbene Karre in den Keller und kauft für den Jungen eine blaue dazu?

Man könnte den rosaroten Mädchentraum auch auf dem Kindersachenmarkt als Gebrauchtfahrzeug verkaufen … aber was ist, wenn nach dem Bub noch ein weiteres Kind kommt und das wieder ein Mädchen wird? Da muss man schon für alle Fälle gewappnet sein. Oder so viel Geld haben, dass man wieder ein neues pinkfarbenes Modell erwerben kann.

Vielleicht gibt’s auch einen Kinderwagen-Tauschring im Freundeskreis. Wer einen kleinen Jungen hat, nimmt die blaue Karre, wer ein Mädchen hat, die rosarote. Das könnte aber vom Timing her schwierig werden, da muss man sich gut absprechen.

Vermutlich sind die geschlechtsspezifisch gefärbten Kinderwagen nur was für Leute, die ganz genau wissen, dass sie garantiert kein zweites Kind haben wollen. In dem Fall gibt’s keinerlei Probleme. Sie kaufen eine Karre passend zu ihrem Kind und gut is’.

Und was macht man eigentlich bei Zwillingen? Gibt’s Kinderkarren, die auf einer Seite blau und auf anderen rosa sind?

Wie gesagt, es ist schon merkwürdig, worüber der Mensch nachdenkt, wenn er gerade nichts zu tun hat.



4. Drachenfest in Ostfildern

Irgendwie haben sie nie das ideale Drachenflugwetter, wenn Anfang Oktober im Scharnhauser Park Drachenfest ist. Entweder es pisst, oder es ist Flaute. Gestern war Sonnenschein und Flaute.

Und so hoben allenfalls kleine Sportdrachen ab oder die Mini-Exemplare der Kinder … wenn die Kleinen damit ordentlich über die Familienwiese rannten. Prachtexemplare wie die Facettendrachen der Schwaikheimer Flautenflieger gingen nur kurz in die Luft:

Aber auch am Boden sehen die Sterne klasse aus:

So halb unter den roten Facettendrachen zu kriechen bescherte mir dieses Foto – und dreckige Knie:

Auch die anderen Drachen sah man hauptsächlich in Ruhestellung. Und ich hätte sie doch so gerne fliegen gesehen!



So viele Flaschen …
Oktober 1, 2010, 8:01 am
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Irgendwer hat eine Batterie leerer Flaschen in der Kaffeeküche meines Arbeitgebers drapiert. Vermutlich weil er/sie keinen Bock drauf hatte, sie selbst zu entsorgen und dachte, dass vielleicht jemand anderer das Pfand kassieren möchte. Seit Tagen stehen die schon da rum, werden etwas ratlos von A nach B geräumt und keiner traut sich so recht, etwas damit zu veranstalten.

Ich seh die Schweinerei und sage erstaunt zu meiner Kollegin: „Sooo viele Flaschen!“
Sie: „Da kommt’s dann auf die paar in der Küche auch nicht mehr an.“

Öh … ja.



Hinter jeder erfolgreichen Frau …
September 30, 2010, 7:36 am
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… steht ein Mann, der ihr auf den Arsch glotzt. Das ist nicht von mir, obwohl es sich zweifellos nach den Sprüchen anhört, die ich so von mir gebe. Das steht auf einem Werbeplakat für die Fernsehserie „Mad Men“, die auf ZDF Neo läuft.

Solche Wörter kennt man beim biederen ZDF? Und schreibt sie auch noch auf Plakate? Unfassbar! 😀

Zum Wahrheitsgehalt des Spruchs kann ich nicht viel sagen. Bin ja kein Mann. Aber vermutlich ist davon auszugehen, dass Kollegen durchaus ihre Meinung zu den Allerwertesten ihrer Kolleginnen haben. Solange sie diese für sich behalten, soll mir das Wurscht sein. Denken darf immer noch jeder, was er mag.

Verzeiht mir die Bildqualität. Das Plakat hängt an „meiner“ Stadtbahnhaltestelle und ich hab’s gestern so im Vorbeigaloppieren mit der kleinen Kamera aufgenommen. Die Leute haben zwar ein bisschen komisch geschaut und sich vermutlich gefragt, was ich hier treibe, aber sei’s drum. Wenn sie hier in den Blog schauen, wissen sie’s jetzt.