Gespeichert unter: Wahnsinn im Alltag | Schlagworte: Funkuhr, innere Uhr, kaputt, Uhrzeit, Zeitumstellung
Unsere Funkuhr in der Küche hat bei der diesjährigen Umstellung von Sommer- auf Winterzeit den Geist aufgegeben. Trotz Austauschs der Akkus weigert sie sich, die korrekte Zeit anzuzeigen.
Irgendwas macht sie aber doch. Aber nur, wenn keiner guckt. Morgens um fünf zeigt sie zehn Uhr, wenn ich gegen 19 Uhr von der Arbeit komme, zeigt sie zwei Uhr und wenn ich zu Bett gehe, ist es bei ihr sechs.
Aber keiner von uns hat sie jemals beim Gehen erwischt. Und jetzt wüssten wir gern: Macht sie in unserer Abwesenheit so richtig brav ein paar Stunden lang ihren Job? Oder rast sie in wenigen Sekunden von zehn auf zwei und von zwei auf sechs? Wir wissen es nicht. Aber mit der nächsten Büromaterialbestellung kommt auch eine neue Funkuhr, die dann hoffentlich wieder das tut, wofür wir bezahlt haben: zuverlässig die Zeit anzeigen.
Den beiden Jungs da ist es egal, was die Uhr zeigt, sie haben ihren persönlichen Funkwecker eingebaut. Und der sagt morgens um fünf: Frühstückszeit! Werktags, samstags – und am Sonntag auch …
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Uff! Zum Glück ist nicht jedes Wochenende so stressig wie dieses, sondern nur ungefähr jedes zweite. Haushalt, Wäsche, Einkauf, Kehrwoche inklusive Laub-Beseitigung (wir haben drei riesige Birken, und das Grundstück ist nicht gerade klein) und dann noch drei Familientermine – ich bin kaputt. Da isses ja im Verlag erholsamer! Na ja, fast …
Am Baum sind die Birkenblätter um diese Jahreszeit ungeheuer dekorativ. Wenn sie aber auf dem Weg und auf der Wiese rumliegen, sind sie eher anstrengend.
Interessante Lichtverhältnisse an der Friedhofskapelle.
Yannick (rot) und sein Neffe Indie haben sich auf der Sofalehne niedergelassen
Wenn der Korb auf dem Schrank belegt ist, hängt Indie eben daneben ab. Da er das öfter macht, scheint es bequem zu sein, auch wenn es für uns Menschen überhaupt nicht so ausschaut.
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Die Funkuhr in der Küche hat die Umstellung auf die Winterzeit verweigert und den Geist aufgegeben. Sie zeigt jetzt permanent 22 Minuten vor 2. Und ich finde immer noch Uhren im Haushalt, die wir erst noch umstellen müssen. Oder mit deren kompliziertem Mechanismus ich mich gar nicht erst plage. Ich hasse das Gefummel.
Und ich hasse dieses Maulwurfsdasein, zu dem ich für die kommenden Monate verurteilt bin. Wenn ich um 4:50 Uhr aufstehe, ist es noch dunkel. Wenn ich um 7:00 Uhr im Büro ankomme, ist es immer noch dunkel. Ab dem späten Vormittag blendet uns das Tageslicht derart, dass wir auf unseren Bildschirmen nichts mehr erkennen können und die Rollos herunterlassen müssen. Es ist dunkel. Und wenn ich gegen 18:00 Uhr aus dem Büro gehe, ist es schon kuhnacht.
Wenn ich dann gegen 19:00 Uhr zu Hause eintreffe, hab ich das Gefühl, es sei bereits Zeit, schlafen zu gehen. Aber nix gibt’s! Jetzt kommt erst noch die Haushaltsschicht.
Nee, Herbst ist was Widerliches. Dunkel, nass und kalt. Bäh. Und im Job ist Hochsaison. Von September bis Januar könnte ich 7 Tage die Woche rund um die Uhr am Computer sitzen und texten und würde selbst dann nicht rechtzeitig mit allen Aufträgen fertig. „Bäh“ ist dafür gar kein Ausdruck!
Ein paar dekorative Seiten hat der Herbst trotz aller Widerlichkeit natürlich auch:
Unsere Birken im Sonnenlicht
Indie auf dem Balkon
Eine Spinnwebe am Gartenzaun
Den Katzen fällt zum Thema Sauwetter meist nur eines ein: eine Runde pennen!
Cooniebert und Indie auf dem Sofa
Yannick (rot) und Cooniebert (grau)auf den Küchenstühlen, direkt neben der Heizung.
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In einem Multikatzenhaushalt ist ein Blumenstrauß fehl am Platz. So schnell kann man gar nicht gucken wie die Viecher die Vase umgeschmissen haben, die Blüten rupfen und die Dekoration im Maul durchs Haus tragen. Also bleibt der Geburtstagsstrauß, den ich traditionell von einer Partnerfirma bekomme, im Büro.
Ich habe ihn fotografiert. Im Internet bleibt er damit schön frisch, auch wenn er im realen Leben längst „verwolken“
ist.
Im Hintergrund mein Katzenkalender, ein Geburtstagsgeschenk aus dem Vorjahr. – Hallo, Ute W.! – Die Katze auf dem Bild ist fast so schön wie unser Cooniebert …
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Hi, Sanna,
I know you are checking my blog, though you don’t read German. It might sound crazy, but does make sense: If I’m blogging, I’m still alive, even if I do not find time to get in touch with my friends and relatives.
Thanks a lot for your letter! I’m always happy to hear from you. And the nice black cat birthday card now is decorating the wall of my office.
You’ll hear/read from me soon, I promise!
PS: Those readers who might speak a much better English than I do may or may not laugh. Even if English is neither Sanna’s nor my native language it serves us well as a „common denominator“ – for about 33 years now.
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Auf meinem Weg zur Arbeit bin ich buchstäblich über dieses dekorative Muster auf dem Straßenpflaster gestolpert. Nanu? Das war doch vorher nicht da? Moderne Pflasterkunst? Street-Art?
Dann dämmerte es mir: Nein, kein Kunstprojekt: Straßenarbeiten! Das abstrakte Muster war vorher ein Fahrradweg-Symbol wie dieses hier:
Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten, als man die Knochensteine wieder zurück auf die Straße expediert hat, ist aus dem Symbol ein schickes Mosaik geworden.
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Ein paar neue Fotos hätt’ ich wieder …
Biologische Kampfstoffe aus eigenem Anbau – mörderisch scharfe Chilis!
Kater Indie hängt auf dem Wohnzimmerschrank ab.
Kater Yannick macht Katzen-Yoga auf dem Puppensofa. Wobei mir einfällt, dass ich mich nicht mehr erinnern kann, wie ich in den Besitz dieses Möbelstücks gekommen bin. Wahrscheinlich ist’s mir im Verlag über den Weg gelaufen – ein ausrangiertes Musterteil aus dem Kataloggeschäft.
Der Mann hat den Vollmond fotografiert. Ist eigentlich was dran an der Beobachtung, dass selbst in den zivilisiertesten Internetforen die Leut’ bei Vollmond das Spinnen anfangen?
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Kostenlose Fotos für redaktionellen und kommerziellen Einsatz
In die Rubrik „geilste Ideen seit Erfindung des Urlaubs“ gehört für mich ganz ohne Zweifel die Website http://www.pixelio.de. Hier kann sich der User ohne viel Aufwand lizenzfreie Fotos herunterladen – zur redaktionellen Verwendung und, sofern die Bilder entsprechend gekennzeichnet sind, auch für kommerzielle Zwecke. Und das ganze kostet nix! Man muss nur den Fotografen und pixelio in der Bildunterschrift erwähnen.
Ich kenne dieses Angebot schon seit seiner Gründerzeit. Als wir anno 2003 mit der Seite http://www.tiergeschichten.de anfingen, hat mein Internet-Partner mit pixelio-Bildern ein paar Texte illustriert. Schon damals fand ich die Idee genial. Seitdem haben wir Hunderte der Fotos für unsere Internetseiten verwendet, die meisten davon für http://tiergeschichten.wordpress.com .
Geflügelte Hunde und Elefanten im Porzellanladen – pixelio hat’s!
Fast jeden Tag frage ich mich, was unsere Internetseiten ohne das Angebot von pixelio wären. Wahrscheinlich eine öde Textwüste. Egal, ob wir einen Hund mit Flügeln, einen Elefant im Porzellanladen, eine rotgetigerte Katze mit Eidechse oder irgendein exotisches Tier brauchen, von dem wir noch nie zuvor gehört haben und bei dessen Namen wir jeden Eid schwören würden, dass der Autor ihn sich selber ausgedacht hat – bei pixelio werden wir in aller Regel fündig. Ganz selten, wenn das Gesuchte extrem rar und außergewöhnlich ist, müssen wir auf andere Quellen zurückgreifen.
Oft genug hat man angesichts des gigantischen Bilderangebots die Qual der Wahl. Rund 300.000 Fotos hält pixelio zum Download bereit, und täglich werden es mehr. Da sitzt man dann da und klickt sich durch 45 Seiten mit Rindviechern, bis man schließlich die optimale Kuh-Aufnahme gefunden hat. Man nimmt ja nicht irgendein Motiv, das so halbwegs passt, wenn hinter dem nächsten Mausklick das perfekte Foto warten könnte! Nein, man will aus dem gesamten Angebot auswählen und kann nicht aufhören, bis man alles zu dem Thema gesehen hat. Ein gewisses Suchtpotential hat die Seite durchaus.
Wer die Wahl hat, hat die Qual: allein 45 Seiten mit Rindviechern!
Die Fotos, die von beachtlicher technischer und fotografischer Qualität sind, kann man nicht nur downloaden, ins Internet stellen oder für Druckerzeugnisse verwenden, man kann sie auch online kommentieren, bewerten und mit andern Nutzern im Forum über Fotografisches oder Gott und die Welt diskutieren.
Seit September 2008 gibt es unter http://poster.pixelio.deauch einen Postershop. Inzwischen sind hier über 12.000 Bilder verfügbar, die direkt bei dem Druckspezialisten myprinting als Poster oder hochwertiger Leinwanddruck bequem nach Hause bestellt werden können. Dieser Service ist kostenpflichtig. Auch im Internet kann es nicht alles umsonst geben.
Wer steckt hinter pixelio.de?
Irgendwann fragt man sich, wer sich eigentlich die ganze Arbeit macht, Abertausende von Fotos kostenlos bereitzustellen und sich mit Nutzungsbedingungen, Copyright, technischen Herausforderungen und User-Problemen herumzuschlagen. Und wer die Fotografen sind, die ihre Bilder aus Spaß an der Freud’ und für ein bisschen Anerkennung der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.
Pixelio.de wurde im Oktober 2003 von dem Mediengestalter Markus Hein gegründet. Zunächst als privates Hobbyprojekt geplant, setzte sich das Konzept schnell durch und gewann so überwältigend an Bekanntheit, dass Hein im Jahr 2005 die pixelio media GmbH gründete. Bis heute wächst die werbefinanzierte Website unter seiner Führung kontinuierlich weiter und ist derzeit die größte Bilddatenbank für lizenzfreie und kostenlose Fotos im deutschsprachigen Raum. Seit April 2009 sind über 300.000 Bilder verfügbar, auf die 297.561 Mitglieder und monatlich rund 400.000 Besucher mit ca. 4 Mio. Seitenaufrufen zugreifen.
Die ambitionierten Hobby- und Amateurfotografen, die ihre Bilder über pixelio zum Download anbieten, sind im Alter von 18 bis 62 Jahren und zeigen großes Interesse an Fotografie- und Bildbearbeitungsthemen.
Eine Konkurrenz für Berufsfotografen?
Wie immer, wenn engagierte „Hobbyisten“ eine Leistung anbieten, die sonst von Profis gegen Entgelt erbracht wird, steht die Frage im Raum, ob hier vielleicht kommerziellen Anbietern Konkurrenz gemacht wird.
„Viele Aufnahmen sind qualitativ so hochwertig, dass auch renommierte Verlage und Markenunternehmen die Fotos von pixelio gerne nutzen“, sagt Gründer und Geschäftsführer Markus Hein. Die Bilder werden u.a. auf zahlreichen Webseiten, in Firmenbroschüren, Katalogen, Zeitungsartikeln und TV-Sendungen verwendet.
In der Prä-Internet-Ära hat man diese Medienerzeugnisse mit Abbildungen aus kostenpflichtigen Bilddatenbanken bestückt. Diese Veränderung im Nutzerverhalten dürften die kommerziellen Anbieter durchaus spüren. Trotzdem werden die professionellen Fotografen wegen Anbietern wie pixelio nicht arbeitslos. In Redaktionen und Werbeagenturen sind die Anforderungen an Bildmaterial oftmals so speziell, dass man immer noch fotografieren lässt oder sich spezialisierter kostenpflichtiger Anbieter bedient. Das zumindest kann ich aus meinem eigenen Arbeitsumfeld berichten (Verlag, Werbung). Hier spielt pixelio eine eher bescheidene Nebenrolle.
Pixelio wird häufig dann zum Einsatz kommen, wenn sich die Frage stellt: „Abbildungen oder keine Abbildungen?“, weil der, der die Fotos einsetzen will, sich eine kostenpflichtige Lösung gar nicht leisten kann. Eine befreundete Graphikerin verwendet pixelio-Fotos für Vereinsbroschüren, die sie ehrenamtlich erstellt. Und mein Tiergeschichten-Partner und ich illustrieren damit unsere privaten und nichtkommerziellen Internetseiten.
Ohne pixelio hätten wir kaum Bilder auf unseren Seiten – es sei denn, die Autoren liefern uns Fotos oder Zeichnungen mit. Insbesondere unser Tiergeschichten-blog wäre ohne die pixelio-Fotos und –Illustrationen nur halb so unterhaltsam. Und deshalb sind wir – und ganz bestimmt nicht nur wir – froh und dankbar, dass es dieses tolle Angebot im Internet gibt.
Gespeichert unter: Wahnsinn im Alltag | Schlagworte: 2002, Farben, Herbst, Kürbisblüte, Landesgartenschau, Licht, Mais, Maiskolben, Natur, Ostfildern, Pflanzen, Rosalie, Scharnhauser Park, Sitz- und Flitzhasen
Die Farben des Herbstes
Ob ich den Herbst mag, wurde ich neulich in einem Internetforum gefragt. Abgesehen von der Stress-Hochsaison im Job, anhalternder Dunkelheit und Pisswetter, doch, schon. Wenn’s denn mal Tag ist, mag ich das Licht und die Farben, die Pflanzen und den Geruch auf den Feldern.
Die Filder-Ebene
Kürbisblüten am Feldrand
Ein Maisfeld neben der Stadtbahn-Strecke
Maiskolben
Vogelbeeren
Kunst im Park
Die Sitz- und Flitzhasen, ein Skulpturenensemble aus glasfaserverstärktem Kunststoff und Stahl auf Fundamenten, wurden von der Stuttgarter Künsterlin rosalie (geb. 1953) für die Landesgartenschau Ostfildern 2002 geschaffen.
Rosalies Langohren erinnern an die Feldhasen, die es früher häufig im Scharnhauser Park gab. Die Hasenfiguren ähneln Comicfiguren. Für ihre künstlerischen Arbeiten benutzt Rosalie prinzipiell Materialien und Farben aus unserer Zeit.
Sitzhase: ca. 2,4 m x 2,3 m x 0,8 m
Flitzhase: ca. 2,2 m x 3,1 m x 0,6 m
Karotte: ca. 7,0 m x 1,4 m.
Dummerweise wurde das Kunstwerk seinerzeit innerhalb des Landschaftsschutzgebietes „Mittleres Körschtal“ aufgebaut, warum auch immer, und konnte dort auf Dauer nicht bleiben.
Über mehrere Jahre hinweg lief die Diskussion zwischen der Stadt, der Naturschutzbehörde des Landkreises und den Naturschutzverbänden: Können die Hasen aus Kostengründen nicht doch da stehen bleiben? Wenn nicht: Müssen sie ganz weg oder kann man sie versetzen? Im Sommer 2008 hat man die Skulpturengruppe dann ein paar hundert Meter weiter nach Süden umgesiedelt. Jetzt stehen sie außerhalb des Landschaftsschutzgebiets.
Der Hasenumzug hat, laut Presse, rund EUR 21.000,- gekostet.
Eine Siebenmetermöhre
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Na, das war ja wieder eine Woche! Sie ging schon gut los. Am Montag um die Mittagszeit kam ein Anruf meiner besseren Hälfte: „Du, wir haben da ein Problem.“
Mit der Frage: „Was ist denn jetzt kaputt?“ liegt man bei uns erfahrungsgemäß nicht verkehrt.
„Der Strom ist kaputt. Auf der ganzen linken Seite der Küche tut sich nix. Ich hab schon den Kühlschrank ausgeräumt und vorgerückt und dies und das und jenes probiert … aber ich hab keine Ahnung, woran es liegt.“
„Öh – wie jetzt? Wie hast du das denn gemerkt? Mir müsste schon das Eiswasser entgegenplätschern, bis ich merke, dass der Kühlschrank nicht mehr kühlt.“
„Ich war in der Küche und hab die Post durchgeschaut. Auf einmal macht das Radio „bssss“ und alle Lämpchen gingen aus. Da hab ich dann sicherheitshalber gleich in den Kühlschrank geschaut …“
Na, Freude! Seit Dezember ist immer irgendwas. Abwechselnd ist etwas kaputt oder jemand ist krank. Manchmal auch beides.
„Und was soll ich jetzt hier vom Büro aus machen?“, frage ich ratlos.
„Gar nix. Ich ruf nachher den Elektriker an.“, sagt der Mann. „Ich werde jetzt alles, was ihm in der Küche und im Flur im Weg sein könnte, in Boxen verpacken und im Schlafzimmer und Wohnzimmer verteilen. Im Büro steht schon was.“
Wieder hab ich also meinen Hausrat in Kisten und Kasten in der ganzen Wohnung herumstehen und es schaut bei uns aus, als sei ein Zimmer explodiert. Ich hasse das. Das mit den Boxen ist schon bald der Default-Zustand unserer Behausung. Es ist fraglos notwendig und ich bin ja auch sehr erleichtert, dass er daheim ist und sich um den ganzen lästigen Kram kümmert. Allerdings wäre es mir entschieden lieber, „der Strom“ wäre gar nicht erst kaputt gegangen.
Der Hausrat in Boxen. Ein vertrauter Anblick in unserer Hütte.
Der Elektriker kommt, wie es sich herausstellt „am Dienstag Vormittag“. Zur Sicherheit wird die Sicherung für die Küche ausgeschaltet. Der Witz ist: Dank kreativer Elektrik habe ich nun auch keinen Strom im vorderen Teil des Flurs, im Klo und im Bad. Alles duster wie im Kino. Sollen wir jetzt wie die DARMOL-Männchen mit den Kerzen wandeln?
Am nächsten Morgen bin ich so frei und schalte die Sicherung wieder ein. Im Dunkeln kann ich einfach kein Frühstück richten, die Viecher versorgen und mich bürofein machen. Beim Rausgehen schalte ich das Dingens wieder aus. Abfackeln soll die Bude ja nicht …
Der Elektriker kommt tatsächlich gegen halb neun. Bei der Fehlersuche werden noch ein paar Bilder abgehängt und Regalbretter geleert, und nach einer Stunde ist alles wieder im Lack. Rechnung folgt.
Dafür hab ich die Probleme jetzt im Büro: Das Netzwerk spinnt total, mein Computer arbeitet nur noch halbtags und ich sehe meine Drucktermine den Bach runtergehen. Nie werde ich es schaffen, mich auf den Standpunkt zurückzuziehen: „Ich kann’s nicht ändern, und die Konsequenzen sind mir egal. Is’ ja nicht meine Firma.“
Zum hundertsten Mal frag ich mich allerdings, ob’s nicht besser wäre, ich würde endlich (m)eine Katzenpension eröffnen. Dazu bräuchte ich keinen Laptop und kein Netzwerk, sondern eine Mistschaufel und einen Dosenöffner. Werkzeug, das nicht den Hang zum Abstürzen hat und auch keine teuren Techniker benötigt.
Mit Hängen und Würgen kriegen wir das Computerproblem vorläufig und provisorisch in den Griff. Aber es ist trotzdem jeden Tag eine Zitterpartie: Packt’s das System oder kackt es jetzt endgültig ab?
Auch wenn mir wieder ein pflichtenreiches Wochenende bevorstand: Dieses Mal dachte ich wirklich: „Thank God it’s Friday!“ Und hab’s am Sonntag sogar zu einer kleinen Runde durch den frühherbstlichen Scharnhauser Park geschafft.
“Kukuruz“ sagt meine Familie zum Mais.
Gewitterwolken und erste gelbe Blätter
Die Kastanienallee auf dem ehemaligen Gartenschau-Gelände.
Rosen und Seerosen in den Bürgergärten
Manchmal wäre mir eine etwas langweilige Phase in meinem Leben ganz Recht. Auf Chaos, Katastrophenmeldungen, Krankheiten und Kurzarbeit könnte ich gern ein Weilchen verzichten.








































